Nach 6 Tagen in der Kalahari ist uns der Abschied schwer gefallen. Die Tage dort waren spannend, einzigartig und faszinierend. Doch leider war die Zeit um und wir haben die Khutse Game Reserve Richtung Gaborone verlassen. Die ersten 100 km nach dem Gate sind noch eine Schotterstraße. In einer Kurve haben wir ein auf dem Dach liegendes Auto gesehen. Der Unfall muss kurz zuvor passiert sein. Die Insassen standen verschreckt am Straßenrand. Glücklicherweise schien keiner ernsthaft verletzt gewesen zu sein. Wir wurden gebeten die Polizei in der nächsten Ortschaft zu verständigen, was wir natürlich gemacht haben. Die Straßen sind tückisch, laden zum zügigen Fahren ein, haben aber oft überraschende Bodenwellen und andere Unerfreulichkeiten auf Lager und man muss vorsichtig sein.
Auf der Fahrt nach Gaborone wollten wir eine Höhle besuchen in der Sir Ernest Livingston einst die Eingeborenen von Christentum überzeugt hat. Ein Wunderheiler hat ihm damals vorausgesagt, dass so er die Höhle betritt, er nicht mehr lebend herauskommen wird. Als er wieder frisch und munter auftauchte war dieser vom Christentum überzeugt. Die Höhle war schwer zu finden (keine Beschilderung). Als wir herumirrten haben wir einen Kuhhirten nach dem Weg gefragt, er hat sich gleich als Guide angeboten, was wie natürlich gerne angenommen haben. Er hat uns über einen steilen Weg hingeführt. Alleine hätten wir niemals hingefunden. Am Eingang fanden wir neben brennenden Kerzen einen massiven Bienenschwarm, der unsere Aufenthaltszeit dort wesentlich verkürzt hat. In Gaborone angekommen haben wir noch das National Museum besucht und auch den Zebra Drive (der Wirkungsstätte von Mma Ramotswe, der Hauptfigur der Romane von Alexander Mc Collin Smith über die erste weiblich Detektei in Botswana). Anschließend fuhren wir zu einer Campsite in der City. Diese war zwar nicht wirklich ruhig gelegen, hatte aber den Vorteil, dass in der Nähe an ein Restaurant-Pub war was wir natürlich genossen haben.
Am nächsten Tag war der erste Stopp bei einer Zahnklinik, denn Kilian’s 4-er macht nach einer ausgefallenen Plombe Probleme. Wir kamen (als Barzahler) sofort dran, die Zahnärztin meinte, es gäbe 2 Optionen – Option 1: Zahn gleich reißen, Option 2: mit Antibiotika die Reise fortsetzen und alles weitere zu Hause machen. Wir mussten Kilian nicht fragen welche Variante er bevorzugt. Seine Aussage: „Weißt Mama, den Zahnarzt zu Hause kenn ich ja schon länger …!“
Im Internet Cafe im Zentrum haben wir unseren Blog aktualisiert. Diesmal war die Verbindung etwas besser und wir konnten auch die Fotos hochladen. Jetzt sind wir wieder auf Stand und hoffen, dass viele trotz der unregelmäßigen Beiträge Blog und Fotos genießen!!!
Anschließend sind wir die Mall (Hauptstraße) in Gaborone auf und ab maschiert und haben sogar den Mma Ramotswe Tea Corner gefunden. Nach dem Vorbild von Mma Ramotswe haben wir dort auch Rotbuschtee getrunken. Dann wollten wir auch das 1. Ladies Opera House besuchen, das aber diese Woche geschlossen hatte. Da Gaborone wenig wesentliche Sehenswürdigkeiten bietet haben wir überlegt gleichnach Südafrika zu fahren, oder noch einen abschließenden Gamedrive mit Übernachtung im Makolodi Nature Reserve zu unternehmen. Wir haben uns für den Game Drive entschieden was die richtige Entscheidung war, denn …
… beim abendlichen Gamedrive konnten wir 2 Nashornmütter mit Nachwuchs beim Wasserloch aus nächster Nähe beobachten – und „Adlerauge“ Jürgen zum Rhino-King krönen. Trotz Kalahari Eindrücke ein wirkliches Erlebnis!!!! Das Nature Reserve war überraschend eindrucksvoll, sowohl landschaftlich als auch gamemäßig. Und der Übernachtungsplatz sehr idyllisch mit Holzfeuerofen für den Boiler, Toilette mit Spülung und eigener Abwasch – mitten im Busch. Ein wahrhaft würdiger Platz für die letzte Nacht in Botswana (und die vorletzte Nacht im Wüstenflitzer). Diese haben wir traditionell beim Lagerfeuer (und einem Glas Wein) abgeschlossen.
Mittwoch, 17. August 2011
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