Mittwoch, 17. August 2011

Wüstenflitzer und Womo (10.8.2011)

In Botswana haben wir in der Grenzstadt Lobatse unseren gesamten Pulabestand bis auf den letzten Thebe (Cent) in St Louis Export Lager investiert. Hat sich voll ausgezahlt. Ein Polizeiauto hatte uns in der Stadt überholt und mit unmissverständlichen Hinweisen zum Stoppen veranlasst. Der Polizist hat uns dann gefragt, was wir suchen und die entscheidenden Hinweise zum kürzesten Weg zum Bottle Store und dem direkten Weg zum Grenzübergang gegeben. Dann ist er noch hinterhergefahren und hat „thumbs up“ gezeigt, wie wir beim richtigen Store stehen geblieben sind. Wir waren überrascht.
In Südafrika eingereist haben wir uns gleich auf die Suche nach dem nächsten Ocean Basket begeben und sind in Rustenburg fündig geworden. Das für die Fußball-WM 2010 neu gebaute Fußballstadion hatten wir leider nicht entdeckt. Danach ging es gestärkt weiter nach Pretoria – und diese Stärkung hatten wir gebraucht. Wieder einmal hat sich bewiesen, dass man Städtevermeiden sollte. Zu unserem Leidwesen hat unser Navi plötzlich nicht mehr funktioniert (die Straße auf der wir unterwegs waren gab es plötzlich nicht mehr, Routen konnte es nicht mehr berechnen, …) und so war es ohne entsprechendes Kartenmaterial gar nicht einfach eine Campsite zu finden. Wir sind nach einer Irrfahrt doch noch vor Einbruch der Dunkelheit bei einer Campsite am Stadtrand angekommen. Diese war furchtbar, sie lag zwischen der Hauptstraße und der Eisenbahn. So war Dauerlärm sicher, außerdem ist alle 5 Minuten ein Polizeiauto mit Getüte vorbeigefahren. Trotzdem waren wir froh sicher auf einer mit 24 Std. Security gesicherten Campsite gelandet zu sein. Am nahe gelegenen Berg waren Buschfeuer zu sehen, das war am Lagerfeuer sitzend beobachtet haben. Wir waren froh, dass ein kleiner Fluss zwischen uns war. An diesem Abend mussten wir leider auch Vorbereitungen zur Rückgabe des WF treffen. Die Aussicht, die letzten Urlaubstage in unserem geliebten Discoverer 6 Womo ausklingen zu lassen erleichterten die Sache.
Am nächsten Morgen stand eine Pretoriarundfahrt auf dem Programm, bevor es zum Depot von Britz in Johannesburg ging. Die Rückgabe verlief problemlos und wir wurden zum Depot von Bobo-Camper gebracht. Dort stand ein schönes, ziemlich neues Womo (17000 km, neueste Generation) für uns bereit. Die Übergabe vom Wüstenflitzer und Übernahme vom Womo dauerte samt Transfer knappe 2 Stunden. Nach den Erinnerungen von Namibia unvorstellbar schnell!! Vom Hunger getrieben war unser erstes Ziel mit dem Womo ein nahe gelegener … - richtig - Ocean Basket. Gut gestärkt fuhren wir weiter nach Middelburg, wo wir Poty (wir wollen ihn und seine Frau Martie eigentlich zum Anfang der Reise treffen, aber es kam der Krankheitsfall dazwischen) besucht haben. Poty hat den Kindern sein sehr umfangreiches Waffenarsenal (er ist „professional hunter“) gezeigt. Die Kinder durften alles halten, was für sie ein Höhepunkt der Reise war und noch genügend Gesprächsstoff für die nächste Zeit – auch nach der Reise – in sich haben wird!!!
Gelandet sind wir im Blindflug, da es schon Dunkel war – aber mit guter Beschreibung von Poty, an einem Damm in der Nähe von Middelburg. Wir sitzen im geheizten Womo und schmieden Pläne für die nächsten Tage.

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