Mittwoch, 17. August 2011

Schmarrn und Stopptafel (12.8.2011)

Am nächsten Tag haben wir nicht schlecht gestaunt, als wir vom Womo aus einen Damm (Pinaart Dam) mit wenig Wasser und am anderen Ufer Gemsböcke, Zebras, Sträuße, Gnus und sogar Kamele sahen. Nachdem das Womo wohnlich eingeräumt war (unser Gepäck war noch in den Taschen) ging es los. Wir haben uns entschlossen in den nächsten Tagen Mpumalanga zu erkunden. Das ist eine der Provinzen von Südafrika mit bergiger Landschaft nordöstlich von Middelburg.
Ein Highlight dieses Gebietes ist die Panoramaroute. Den mit 2150 m Höhe 2. höchsten Pass Südafrikas haben wir als erstes überquert. Rechts und links der Straße hat man stellenweise einen atemberaubenden Ausblick. Das Gebiet ist Waldreich (Holzindustrie) und voller Wasserfälle. In Sabie haben wir die Sabie Falls und die Lone Creek Falls besichtigt. Ermüdet sind wir wieder auf einer tollen Campsite gelandet, die uns sehr an eine Campsite in den Drakensbergen erinnert hat. Dort gab es ein Trampolin, einen Jungle Gym (Spielplatz) und sogar ein geheiztes Pool. All das kam uns sehr entgegen. Jürgen hat uns - wie auch auf unserer letzten Reise – mit Schmarrn verwöhnt. Trotz der 2 Jahre Pause, waren alle mit dem Geschmack sehr zufrieden - wir hatten für das „revival“ sogar extra Caramelzucker zum Bestreuen eingekauft. Als wir am nächsten Morgen aufgewacht sind waren wir von dichtem Nebel eingehüllt; das war eher Allerheiligenwetter. Der Nebel hat sich nach dem Sonnenaufgang rasch verzogen – eine traumhafte Stimmung - und dann ging es ab ins Pool.
Unsere erste Station heute waren die Mac Mac Pools. Natürliche Pools in denen die Kinder Kaulquappen fingen und auf den Felsen herum kletterten. Wie haben eine Wanderung (Secretary Bird Walk) unternommen und anschließend an der Picknicksite gegrillt. Unser Fazit zu den Steaks: die Steaks in SA sind die besten.
Weiter ging es in eine alte Goldgräberstadt mit dem Namen Pilgrims Rest. Die Stadt ist wie ein Freilichtmuseum aus der Zeit des Goldrausches. Die letzte Mine hat schon vor 40 Jahren zugesperrt. Die alten Gebäude sind aber alle gut erhalten und das Ganze war recht nett anzusehen.
Auf dem Weg zu unserer Campsite im nahegelegenen Grasdorp, hat Jürgen an einer gut einsehbaren Stelle bei null Verkehr an einer Stopptafel nicht angehalten, was dem lauernden Polizisten leider nicht entgangen ist. Auf Jürgen Vorschlag, die Situation doch bei einer Ermahnung zu belassen, ist er nicht eingegangen. Er hat eine Liste herausgeholt, der zu entnehmen war, dass jetzt 750 Rand fällig sind. Nach eine paar Diskussionen haben wir uns dann auf 300 Rand bar auf die Hand geeinigt.
Wenig später waren wir auf der Panoramacampsite, die ihren Namen auch wahrhaft verdient hat. Wir blicken in einen tiefen Canyon und die Kids jumpen auf dem Trampolin. So ist für jeden was dabei. Zurzeit brennt das Lagerfeuer und wir sind nach wie vor zufrieden, dass wir unseren gesamten Pulabestand in Bier investiert haben. St Louis Lager schmeckt am Lagerfeuer besonders gut. Die Kids spielen im Wohnmobil – es ist schön zu sehen wie sie es genießen!!! Kilian hat vor kurzem sogar ganz spontan zu Papa gemein, „Danke für den schönen Urlaub!“ – ohne Worte.

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