Angeblich war die Pumpe kaputt und ist nun repariert- hieß es am nächsten Morgen. Die Zeit bis zur warmen Dusche haben wir genutzt, um den Botanischen Garten zu erkunden. Er wurde in den 60er Jahren feierlich eingeweiht und hat zur Zeit einige schön gepflegte Teile und auch Urwaldelemente mit vielen Erkundungswegen. Ein wirklicher Wohlfühlplatz. Irgendwie schien die Zeit dort stehengeblieben zu sein, auf der Beschilderung war noch von Rhodesien zu lesen.
Zurück an der Campsite haben wir dann noch relativ warm geduscht und sind dann weiter Richtung Mutare gefahren. In unserm guidebook war ein Tearoom namens Tony`s empfohlen, der auf der Strecke lag. In einem feudal anmutenden Anwesen im Kolonialstil haben wir dann auf altem englischen Porzellan hervorragende Schokotorten und seit Beginn der Reise den ersten richtigen Kaffee bekommen. Tony hat uns allerhand über Simbabwe erzählt und die Kinder sind den Hügel runtergerollt.
Die Zeit ist wie im Flug vergangen und wir haben das nächste Ziel unserer Reise, den Nyanga NP angesteuert. Den Weg dorthin haben wir über hügelige Nebenstraßen zurückgelegt. In einem größeren Ort hat Kilian sein heiß ersehntes Zuckerrohr zum kaufen entdeckt, wir haben angehalten und waren mit einer überlangen Stande um 2 Rand etwas überfordert. Kurzerhand hat eine hilfsbereite Dame uns Unwissenden die Stange mit ihrem Knie in kleine handliche Teile zerbrochen - und Kilian hat geschmatzt. Kristian hat mit dem Hinweis verweigert, dass seine Zähne „zu weich“ sind.
Im NP haben wir uns für 2 Tage an einer netten Campsite einquartiert. Der Holzofen wurde von einer guten Seele wieder eingeheizt und sogar unser Lagerfeuer angezündet und ausreichend Holz samt Zunder für den kommenden Tag vorbereitet. Wir sind früh mit den Kindern ins Bett gegangen, es war etwas frisch. Am nächsten Morgen war dann die Überraschung groß! Draußen war alles angefroren, Raureif, Kris´s Crocs haben im Sonnenlicht geglitzert, die Windschutzscheibe hat sich hervorragend zum Schreiben geeignet, Tisch uns Sessel waren vereist, die Wasserflaschen gefroren, es war Winteridylle pur!!! Nun wussten wir, warum soviel Feuerholz vorbereitet war.
Die Sonne hat dem ganzen ein jähes Ende bereitet. In kürze sind wir wieder kurzämlig beim Frühstück gesessen. Und was könnte man nach einer frischen Nacht besseres tun als sich sportlich zu betätigen. Also sind wir auf den mit 2593m höchsten Berg Simbabwes, den Nyanga, gewandert. Knapp 3 Stunden haben wir bis zum Gipfel gebraucht, die Kinder sind weltklasse maschiert. Auf dem Weg haben wir Gnus und Klipspringer, Raupen, Heuschrecken und Eidechsen erspäht. Die Aussicht am Gipfel (auch in Richtung Mozambique) war atemberaubend. Abwärts ging es schneller und wir waren nach 1, 5 Stunden wieder beim Wüstenflitzer. Den ersten anderen Wanderern sind wir im letzten 1/3-tel begegnet, die gar nicht glauben konnten, dass wir mit den Kindern ganz oben waren.
Im NP gibt es sehr viele Allradstrecken, einige aufgestaute Seen (Anglerparadiese mit Ferienhütten) und Wasserfälle (angeblich den 2. höchsten Afrikas, auf den haben wir wegen allgemeiner Ermüdung verzichtet). Nun sitzen wir nach einer herrlichen Dusche, gutem Gegrillten und gutem Simbabwe Bier (Lions) beim Lagerfeuer. Wir sind schon gespannt, ob uns morgen wieder eine Winterlandschaft begrüßt.
Sonntag, 31. Juli 2011
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