Freitag, 14. August 2009

Seehund und Skelleton Coast

Bericht vom 13.8.
Der Welwitschka Drive, benannt nach dem Österreichischen Botaniker und Entdecker der gleichnamigen Pflanze, wurde aufmerksam befahren. Der Weg dorthin war eine tolle 4x4 Piste und ein Fahrerlebnis erster Klasse. Der Drive selbst umfasst 13 Stationen mit allerhand Wissenswertem über die Gegend. Die Landschaft ähnelt einer Mondlandschaft und ist ideal zum Herumkurven, Herumklettern oder einfach nur zum Schauen und Staunen. Das haben wir ausgiebig getan bevor die Ocean Basket Rufe auf der hinteren Bank zu laut geworden sind und wir unsere Fischplatte und die extra große Portion Prawns verdrückt haben. Während Eva Besorgungen gemacht hat sind die Buben zum Snake Park gebracht worden. Dort waren die Jungs wieder einmal kaum zu bremsen. Anschauen reicht für sie nicht mehr und so wurde der Besitzer des Parks von Kilian dazu gebracht eine ca. 1 Meter lange Molesnake herauszuholen. Die Kinder haben sie dann derart beherzt angegriffen, dass er sie wieder in Sicherheit bringen musste. Der Kommentar des überraschten Parkbesitzers zu Jürgen „ Pass auf das sie das niemals mit Schlangen in freier Wildbahn tun und erzähle ihnen, dass das sehr gefährlich werden kann“. Dies wurde natürlich wieder einmal prompt getan.
Genächtigt wurde am 4 Mile Beach außerhalb von Swakopmund und alles für die weitere Abenteuerfahrt vorbereitet. Am nächsten Tag sind wir dann Richtung Norden weitergefahren und haben am Cape Cross eine Seehundkolonie besucht. Tausende von Seehunden leben dort. Rund um die Seehunde patrollieren die Schakale. Sie sind auf tote Seehunde aus, die es zur Genüge gibt, 30 Prozent der Jungtiere sterben. Ein toter Schakal wurde auch gesichtet. Die Menge an Seehunden und das muntere Treiben ist ein unglaublicher Anblick. Es gibt so viele Details zu sehen und man kommt aus dem Staunen kaum heraus. Laut ist es dementsprechend auch, denn die Seehunde rufen einander lautstark. Im Führer wurde auch empfohlen, sich Eukalyptus unter die Nase zu reiben, das hatten wir aber nicht mit! Danach ging es weiter zum 108 Mile Beach, und zur dortigen Campsite. Es war sehr windig und die Campsite war eher ein „Erlebnis“ . Hier verbrachten wir die letzte Übernachtung am Atlantik.
Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Norden zum Skelleton Coast Nationalpark. Auf dem Weg dorthin haben wir einen kleinen Abstecher in den Treibsand gemacht. Wir sind da mit Mühe und viel Bauchweh von Eva doch wieder herausgekommen. Zwei andere Offroad-Driver haben das nicht geschafft und auf Hilfe gewartet. Es war ein spannender Ausritt, der die Grenzen des Fahrbaren einem anschaulich näher bringt. Nachdem wir das Gate passiert hatten war unsere erste Station das Wrack eines Fischerbootes, das 1975 gestrandet ist. Es wurden offensichtlich weder Netze noch Sonstiges entfernt, und so kann man diese und einiges mehr am Wrack und in der Umgebung verstreut bestaunen. Die Flussmündung des Huab (einer der vielen unterirdischen Flüsse, die an der Skelleton Coast in den Atlantik münden) war der nächste Stopp. Danach ging es weiter über staubige Pisten nach Torra Bay, wo lt. Karte ein Ort samt Tankstelle eingezeichnet war. Der Ort bestand aus einem Campingplatz und 200m davon entfernt 2 Wohnwägen. Das wars, keine Tankstelle! Also kehrten wir um zur nahegelegenen Kreuzung und haben den Park am östlichen Gate namens „Springbockwasser“ wieder verlassen. Es wurde daraus wieder einmal ein super Game Drive. Gemsbock, Springbock, Zebra, etc. und sogar gezählte 12 Giraffen auf einem Fleck. Einfach unglaublich! Da wir eigentlich heute sehr viel im Auto gesessen sind waren wir sehr froh, am Nachmittag eine „familienfreundliche“ Campsite in der Nähe von Twyfelfontain erreicht zu haben. Familienfreundlich, da es dort verschiedene Tiere und auch einen Swimming Pool gibt. Dafür zahlen hier auch die Kinder Campmiete. Die Campsite ist wirklich urig mit Heißwasser aus einem holzgefeuerten Boiler, Strom ist nicht vorhanden, dafür beleuchten Petroleumlaternen den Sanitärbereich. Leider ist die Wasserpumpe am Abend kaputt gegangen, so fielen wir um die Freiluftdusche bei Petroleumbeleuchtung um. Schade!!!! Die Situation zur Zeit: Ober uns das Southern Cross, unter uns das glosende Feuer und dazwischen wir mit einem Bier! Prost!

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