Bericht vom 23.8.
Der Tag war sehr gemütlich und alle haben sich recht gut vom morgendlichen Schock erholt. Kris zu bremsen war nicht leicht, denn er war schon wieder voller guter Ideen. Jürgen am Nachmittag einen headbut von hinten zu verabreichen war aber so ziemlich das blödeste was er machen konnte. Die Wunde ist dabei wieder aufgebrochen und alles musste mit unseren spärlichen Mitteln noch einmal verarztet werden. Er nam`s gelassen.
Für den Abend haben uns unsere Namibischen Nachbarn auf einen landesüblichen Potje (Eintopf im Gusseisernen Kessel den halben Tag am Holzlagerfeuer gekocht) eingeladen. Wir konnten nicht widerstehen. Allen vier Kaspers waren restlos begeistert. Und auch bei den Namibiern kam das steirische Kürbiskernöl (am Tomatensalat) hervorragend an!!l Die Unsere Nachbarn haben auch 2 Buben (Nino und Tiaro), von denen v.a. unsere Jungs restlos begeistert waren. Nicht nur, dass sie mit ihnen Deutsch sprechen konnten, sie haben ihnen auch Gewehr und Pistole gebastelt
Übrigens unser Namibischer Nachbar fährt auch einen Toyota Landcruiser, wie auch der Campsite Besitzer. Dieses Auto ist das einzig wahre Auto für diese extremen Verhältnisse; zu dieser Einsicht sind wir mittlerweile gekommen. Unsere anfängliche Enttäuschung keinen Toyota Hilux zugewiesen bekommen zu haben, sondern so einen im Design und Innengeruch (nachdem der Putzmittelgeruch verflogen ist) schon fast Oldtimermäßigen Landcruiser ist wie weggeblasen. Die Fülle an Problemen, die Hiluxfahrer hier haben (selbst wenn sie nicht den van Zyl`s Pass gefahren sind) ist unübersehbar! Wir haben das Wahre Auto, Steigungen und Abhänge, die wir bisher nur mit Offroad Enduros fahrbar gehalten haben sind mit diesem Fahrzeug spannend und lustig zu fahren.
Naja, am nächsten morgen durfte unser Landcruiser seine Geländegängigkeit wieder unter Beweis stellen. Wir sind ca. 250 anspruchsvolle km in Richtung Windhoek gefahren. Gebraucht haben wir dafür fast 7 Stunden! Die Kids waren vorbildlich und haben uns voll unterstützt! Aufgelockert wurde unsere Fahrt durch die Sichtung von Game; v.a. Springböcke, Vogelsträuße und Gemsböcke. Highlight war dann noch die Sichtung einer Giraffe (vom erfahrenen Gamedriver Kris entdeckt). Mit Sonnenuntergang sind wir dann auf der Community Campsite in Puros angekommen. Wieder ein wunderschöner Platz unmittelbar neben dem ausgetrockneten Sandbett eines Flussbetts gelegen. Leider konnten wir aufgrund des Zeit- und Spritmangels die hier angebotenen Gamedrives zu den Wüstenelefanten, Löwen und Nashörnern machen. Trotz des mitgeführten Zusatzkanisters (15l) reicht der Tank gerade noch bis zur nächsten Tankstelle in Seisfontain. Aufwändige Fahrten in Sandflussbetten waren nicht mehr möglich!
Nach einem gemütlichen Frühstück und Spielen mit unseren Jungs (wir bekamen von Kilian eine Aufführung mit Hörnertieren samt Mann - dargestellt von Dornen und Samen des Kameldornbaumes – und fuhren dann weiter in Richtung Windhoek. Die letzten 110 km im Kakaofeld, am Rande der Namib Wüste, dauerten dann noch knapp 3 Stunden (Flussdurchfahren, Gameviews, kleinere Pässe und tiefe Sandpisten). Diese Fahrten haben mit dem Landcruiser wieder viel Spaß gemacht und waren die letzte Offroad-Sonderprüfung für unseren Wüstenflitzer auf unserer Reise. Anmerkung: Auf der gestrigen Strecke haben 2 Hilux mit Italienern bei der Hinfahrt 3 Reifen gelassen – wie sie die Rückfahrt mit 1 verbleibenden Ersatzreifen geschafft haben bleibt offen.
Bevor wir weiter Richtung Süden gefahren sind, haben wir noch ein kleines Vermögen in Treibstoff investiert; unser Wüstenflitzer ist durstig, aber wir kennen und unterstützen das mittlerweile. Gelandet sind wir dann an der Campsite in der Nähe von Twyfelfontain, wo wir eine Woche zuvor bereits 2 Mal übernachtet haben. Am Ende waren wir froh, dass wir doch diese anstrenende Fahrt wieder einmal ohne Reifenpanne hinter uns gebracht haben. An der Bar haben wir uns gerade zwei Windhoek Draught geholt, der Neumond geht gerade orange leuchtend unter, …
Montag, 24. August 2009
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