Dienstag, 11. August 2009

Passhöhe und Sossusvlei

Bericht vom 8.8.
Die Erste Etappe im Wüstenflitze führte uns zum Gamsbergpass. Er geht wirklich gut und die Schotterpisten scheinen wie geschaffen für ihn. Er, Baujahr 2007;hat eine 4,5 Liter Maschine und 24 Ventile, damit sind wir echt gut unterwegs: Er wird seinem Spitznamen Wüstenflitzer gerecht. 100 km/h und mehr sind kein Problem und wenn die anderen zurückschalten geben wir erst richtig Gas. Insbesondere, da wir den direkten Vergleich mit dem Womo haben. Es ist auf den Schotterpisten beinahe auseinandergebrochen mach das fahren jetzt umso mehr Spaß. Die Campsite am Gamsbergpass war erste Klasse. Toller Platz inmitten der Felsen. Mit eigener Dusche (mit Holzboiler)und WC ein würdiger Platz für die erste Nacht. Es gab auch ein Rockpool und ein Trampolin, also alles was man so zum Campen braucht. Wir haben uns einmal richtig organisiert, denn die Menge an Dingen, die sich im Womo verteilt haben, sind umso schwerer im Wüstenflitzer unterzubringen. Außerdem muss alles staubdicht verpackt werden, denn die Staubentwicklung auf den Straßen ist sehenswert. Hinter jedem Auto ist eine große Staubwolke und der Staub ist fein und gemein und findet den Weg durch jede Ritze. Wir haben alle ganz gut untergebracht und haben am nächsten Tag Sesriem und Sossusvlei (die größte Sanddüne der Welt) ins Visier genommen. Dis Anfahrt war lustig und nach einem Zwischenstopp in der Namib Desert Lodge, dort wurden die versteinerten Dünen besichtigt und das Restaurant getestet, erreichten wir am Nachmittag Sesriem . Wir hatten die Campsite, übrigens mit 55 Euro für 2 Personen wahrscheinlich die teuerste Site mit ansehnlich ungepflegten Sanitäranlagen in ganz Afrika, gebucht denn sie ist immer ausgebucht. Das hat einen logischen Grund, denn jeder, der den Sonnenaufgang im Soussusvlei erleben möchte ist gezwungen im Park zu übernachten. Das innere Gate öffnet um 5:30 und so kann man die 62 Kilometer zum Vlei schaffen und ist rechtzeitig dort. All jene die außerhalb, günstig übernachten werden erst um 6:30 in den Park gelassen und bis sie den Vlei erreicht haben ist das Schauspiel Sonnenaufgang vorbei.
Am ersten Tag im Park sind wir ein bisserl herumgefahren und auf die der Campsite nahegelegenen Elimdüne gewandert. Die Kinder haben sich schon einmal eingerutscht und „Sand getankt“. Beim anschließenden Bad im Pool haben wir den Sand herunter gewaschen und an diesem Abend sind wir früh ins Bett gegangen. Tagwache am nächten Tag war 5:00, denn es galt noch die Dachzelte abzubauen und abfahrbereitschaft herzustellen. Die Kinder haben super mitgemacht und die ganze Aktion ging wie geplant von statten. Um 5:36 waren wir am Gate und sind dann zum Vlei gedüst. Die letzten 5 Kilometer können nur mit Allrad zurückgelegt werden. Eine echt coole Sandpiste und echt lustig zum Fahren. Das Auto wird so richtig durchgeschüttelt. Die Kinder haben vor Freude gelacht und gekuttert und wir waren rechtzeitig dort. Das Naturschauspiel Sonnenaufgang ist ein Erlebnis, das mit Worten nur schwer zu beschreiben ist. Die kühle Morgenluft und die riesigen roten Sanddünen soweit das Auge reicht. Auf einmal erscheint ein orangefarbener Feuerball und taucht die rostrote Dünenlandschaft in ein besonderes Licht. Wir standen fasziniert da und haben geschaut. Einfach unglaublich. Sobald die Sonne aufgegangen ist wird es rasch warm. Wir haben mit den Kindern noch im Sand gespielt und dann an einem Picknickplatz am Fuße der Düne umgeben von Unmengen von kleinen Vögelchen gefrühstückt. Nach einer kurzen Fahrt weiter ging es zum Death Vlei. Eine bizarre Landschaft, eine verkrustete weiße Fläche mit einigen abgestorbenen Bäumen mittendrin. Das Ganze ist umgeben von rotfarbenen Sanddünen. Am ehesten erinnert einen die Landschaft an eine Westernfilmkulisse oder eine Landschaft auf einem fremden Planeten a la Raumschiff Enterprise. Es war brütend heiß, aber es gab Spannendes zu entdecken. Geckos und besondere Käfer, die ganz eigene Spuren im Sand hinterlassen seien hier erwähnt. Zurück beim Wüstenflitzer (WF) fuhren wir noch zur Düne 45 und abschließend zum Sesriem Canyon. Beim Parkausgang fuhren wir weiter Richtung Walvisbai. Nachquartier haben wir auf einem Pass ca. 150 Kilometer vor WB bezogen. Mit dem WF kann man auch entlegen Stellen erreichen und findet so gute Übernachtungsplätze. Wir stoßen gerade mit einem Whiskey auf einen absolut gelungenen Tag an. Der Mond ist noch nicht aufgegangen und der Sternenhimmel eine absolute Wucht.

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