Am nächsten Morgen folgte ein sehr früher Abgang. An diesem Tag standen uns mehr als 500 Kilometer bevor. Nach ca. 1 Stunde erreichten wir die Grenze zwischen Botswana und Namibia. Nachdem Grenzübertritte inkl. das Ausfüllen der Formulare sowie das Bezahlen von Straßenbenutzungsgebühren schon Routine für uns sind, haben wir diese Hürde in Rekordzeit, gerade noch rechtzeitig vor der angekommenen Overlander Reisegruppe, gemeistert. Unser Frühstück am Grenzparkplatz hat auch gut gemundet. Zu den Grenzübertritten ist zu sagen, dass wir dort immer freundlich und korrekt behandelt wurden. Wir wurden nie schikaniert oder warten gelassen. Ein „Wellcome to Namibia oder Botswana oder Simbabwe“ gehört zum Standard der Grenzpolizei. Auch bekommt man die gewünschte Aufenthaltsdauer offensichtlich problemlos bewilligt. Direkt nach der Grenze beginnt auf namibischer Seite ein NP. Dort gilt es 20 Kilometer Schotterstraßen zu durchfahren, von denen aus man Tiere zu Gesicht bekommt. Wir haben verschiedene Bockarten (u.a. unsere erste Pferdeantilopenherde) gesehen, es gibt aber dem Dung auf der Straße nach auch Elefanten. Bei den Popa Falls gelangt man wieder auf die Hauptstraße auf der wir nach Rundu fuhren. Dort haben wir uns mit allem Notwendigsten eingedeckt und unsere Fahrt zum Roys Restcamp ca. 50 Kilomter vor Grootfontaine fortgesetzt. Am Nachmittag sind wir dort angekommen und konnten noch einen kleinen Walk machen. Roy`s Camp ist ein tolles Camp mit Pool und uriger Ausstattung. Holzbefeuerte Boiler sorgen für Warmwasser und es gibt auch Braai Facilities. Diese wurden verwendet, denn wir hatten Springbockfleisch. Dieses hatten wir durch zahlreiche Kontrollpunkte geschmuggelt. Bei diesen Punkten wir man angehalten und ein Beamter schaut in den Kühlschrank hinein, wo natürlich kein Fleisch vorhanden war. Dieses war nämlich in der Spielzeugschachtel umgeben von Playmobil. Springbock schmeckt sehr gut und wir konnten in Ruhe essen denn unsere Jungs hatten einen Buben aus Deutschland zum Tom Turbo Schauen eingeladen. Der Umstand dass er Deutsch sprach hat ihn bei den Buben umso beliebter gemacht. Einen deutschsprechenden Spielkameraden hatten die Jungs schon lange nicht gehabt. Wir sind noch länger am Lagerfeuer gesessen und haben die Ruhe genossen.
Am nächsten Tag ging es wieder Früh los, denn wieder standen 500 Kilometer am Programm. Beim Starten des Womos leuchtete wieder einmal eine Warnlampe auf und Jürgen dachte schon „Na super“. Als dann am Display stand „Achtung Glatteisgefahr“ hat Jürgen leicht geschmunzelt. Es hatte 3 Grad Außentemperatur, was diese Alarmanzeige ausgelöst hatte (im Womo war es dank unserem Heizstrahler gemütlich warm). Mit einem Schneeflockensymbol am Tacho ging die Fahrt dann los. Die ca. 500 km bis zum heutigen Ziel haben wir sensationell gut überstanden. Die Kinder waren mustergültig und haben während der Fahrt mehr als 20mal das Danzer Lied vom Frauenmörder Wurm in der Version von Austria 3 gehört.
Gelandet sind wir heute wieder einmal in Gross Barmen bei der Therme – diesmal gut gefüllt mit heißem Wasser. Wir haben wieder den gleichen Platz an der Campsite eingenommen und einen gemütlichen Badenachmittag verbracht. Wir werden auf jeden Fall noch eine Nacht bleiben, denn wir brauchen nach den spannenden letzten Tagen Erholung. Außerdem stehen die Vorbereitungen für die Womo Rückgabe und Wüstenflitzer Übernahme an. So lassen wir die Womo-Zeit gemütlich ausklingen und freuen uns auf die Wüstenflitzer-Zeit.
Sonntag, 2. August 2009
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Hallo!
AntwortenLöschenIst ja Wahnsinn was ihr vier so alles erlebt. man kommt sich ja vor als wär man in einer Unversum Sendung über Afrika. Wir freuen uns noch auf viele spannende Berichte und auf ein Wiedersehen im September.