Bericht vom 26.7.:
Wir haben es heute bis Victoria Falls in Simbabwe geschafft. Gestartet sind wir von Katima Mulilo (Namibia). Dort haben wir bei einer Lodge direkt am Zambesi übernachtet. Von dort aus konnte man die Hippos gut beobachten. Ein lauschiger Platz und nach einer ruhigen Nacht, die Hipporufe waren die einzige Lärmquelle, haben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg gemacht. Zuerst kamen wir zur Grenze zwischen Namibia und Botswana. Dort braucht man kein Visum und so hielt sich der bürokratische Aufwand mit dem Ausfüllen von Formular und Listen bei der Immigration und beim Customs sowie der gründlichen Desinfektion des Womos und unserer Schuhe in Grenzen. Nach der Grenze durchfährt man gleich den Chobe NP und da haben wir neben Zebras und Elefanten auch die sehr seltenen Lechwe Antilopen erspäht.
Nach ca. 60 Kilometern erreichten wir Kasane und von dort aus haben wir nach der Grenze zwischen Botswana und Simbabwe gefragt. Sie ist nämlich nicht beschildert und liegt nicht weit von der Grenze zu Sambia entfernt, wurde aber letzten Endes doch gefunden. Die Ausreise aus Botswana war problemlos, doch in Simbabwe ging der Spaß los.
Glücklicherweise war Sonntag und der Betrieb an der Grenze eher ruhig. Begonnen haben wir mit den Visas, die wir für 420 Rand nach dem Ausfüllen einiger Wische unser Eigen nennen konnten. Dann folgte die Straßenbenutzungsabgabe und die Carbonsteuer für 200 Rand. Weiter ging es mit einer Abgabe deren Sinn ich bis jetzt noch nicht begriffen habe; 400 Rand. Ich hatte dann die wage Hoffnung, dass die Abkassiererei damit ein Ende haben sollte, doch draußen im Freien stand noch ein alter Schreibtisch auf einer Rampe wo für 300 Rand eine Auto-Haftpflichtversicherung angeboten wurde. Natürlich Kaufzwang und so hatte ich eine ganz ansehnlichen Stapel an Zetteln und gegen Vorweis dieser Zetteln öffnete sich tatsächlich der Grenzbalken und wir konnten die letzten 85 Kilometer nach Victoria Falls in Angriff nehmen. Wir wussten, dass an der Grenze schwer abkassiert wird –natürlich nur harte Währungen wie Rand, US$ oder € - und wenn man vorbereitet ist kann man das mit einem Lächeln hinnehmen, denn die Victoria Falls sind angeblich was ganz Besonderes. Empfangskomitee nach der Grenze war ein einsamer Esel, der uns mitten auf der Fahrbahn entgegen kam. Später ist uns dann noch unsere erste Rappenantilope über die Straße gelaufen.
Im Restcamp haben wir Quartier bezogen, dieses befindet sich 2 Kilometer vor den Fällen direkt im Zentrum vom Ort Victoria Falls. Von dort aus kann man sie hören und die große Gischtwolke sehen. In der Campsite wurden wir von 3 Campsite Attendants dann belagert, ob wir nicht was waschen lassen wollten. Der Preis für die Wäsche war aber so lächerlich hoch, dass wir ablehnten und nach Preisverhandlungen uns dann doch entschlossen unsere Wäsche waschen zu lassen – mit der Hand, da die Waschmaschine eingegangen ist, und von den 3 männlichen Attendants – wie wir nachher erfuhren. Zurück bekommen haben wir dann nasse Wäsche und nur mehr die Hälfte unserer Waschpulverpackung. Eine Waschleistung war außer heftigem Triefen und Waschpulvergeruch nicht festzustellen. Wir haben dann nur mehr darüber geschmunzelt und die Wäsche selbst gewaschen. So ist sie wenigstens sauber und ohne diesen „Schuppser“ hätten wir es sowieso nur hinausgezögert.
Ein Spaziergang durch die Stadt Victoria Falls hat dann einen spannenden Tag abgeschlossen. Unzählige Male wurden wir angeschnorrt, haben uns aber alles in allem nicht unsicher gefühlt, es wandern viele wachsame Polizisten herum. Sehr einladend ist es da nicht, soll aber im Vergleich zum restlichen Simbabwe noch das beste Gebiet sein. Überrascht waren wir dann noch von einem Bau, den wir auf Anraten der Kinder aufgrund der Kriegerskulpturen von Eingeborenen Jägern vor dem Eingang aufsuchten. Drinnen ein ansehnliches Hotel sowie eine Art Shopping Center mit Apotheke, div. Kaufläden, der Südafrikanischen Steakkette Spurs – und einarmigen Banditen. Man fühlte sich fast wie in Dubai. Morgen steht dann die Besichtigung der Falls auf dem Programm. Darauf stoßen wir gerade mit einem Lion Lager -dem lokalen Bier gebraut in Harare, der Hauptstadt von Simbambwe- an. Echt süffig!
Donnerstag, 30. Juli 2009
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