Bericht vom 27.7.:
Nach einer eher unruhigen Nacht, irgendwie kam die Campsite nie zur Ruhe und wir waren die einzigen „Individualreisenden“ (neben den mehreren Overlanders , den Afrikarundreisenden in großen Tourbussen und Zeltübernachtungen) die allein da waren. Eigentlich waren wir froh, als wir bei der Campsite rausgefahren sind.
Über einen kleinen Umweg, vorbei an extrem alten Boababbäumen, sind wir zum Eingang des Victoriafalls NP gefahren. Ein freundlicher Parkwächter hat uns dann einen entscheidend guten Tipp gegeben; nämlich das Regenzeug mitzunehmen. Das war ein wirklich heißer Tipp, denn die Gischt der Fälle ist wie ein Sommerregen für die Besucher, die entlang der Kante spazieren. Aus diesem Grund ist auch der vermutlich einzige Regenwaldstreifen weit und breit hier zu finden. Eine willkommene Abwechslung nach der ausgetrockneten Landschaft.
Der Zambesi stürzt aus Zambia kommend bis zu 100 Meter in die Tiefe. Die Abbruchkante ist einige 100 Meter lang. Das Ganze ist ein unglaubliches Naturschauspiel und nicht zu unrecht zählen die Vic Falls zu den Weltwundern. Die Besichtigung von Simbabwe aus bietet den Vorteil, dass man den Wasserfall von vorne sieht und so das Naturschauspiel hautnahe erleben kann. Der Park ist bestens angelegt, die Wege der Kante entlang sind gut positioniert und über einigen Lookouts hat man einen guten Blick in die Schlucht. Eines ist aber unvermeidlich, man wird nass und die Fotografen sind gut damit beschäftigt ihre Kameras vor dem Wasser zu schützen (was unmöglich ist) und gleichzeitig die einmaligen Fotogelegenheiten auszunutzen. Wir gingen überwältigt von der Szenerie patschnass herum. Die Jungs waren toll und haben keine der Regenpfützen ausgelassen. Zuletzt haben wir noch die Fachwerksbogenbrücke, die die Schlucht überspannt. Kurz zuvor waren 2 Bungy Jumper von der Brücke in die Schlucht gesprungen. Die Brücke ist die Grenze zwischen Zambia und Simbabwe.
Anschließend haben wir uns in Bewegung gesetzt und sind zurück nach Botswana gefahren. Die Ausreise war überraschenderweise kostenlos und dauerte nur ein paar Minuten. Und nach der für Botswana obligatorischen Fahrt durch ein Desinfektionsbad und dem Eintunken der Schuhe auf eine Seuchenteppich sowie den Begrüßungsworten der Botswana Immigration „Oh, I know you“!, waren wir auch schon in Kasane. Dort beginnt der Chobe NP und die Lodge an der Grenze zum NP wurde zur Übernachtung ausgewählt. Und damit ist wirklich die Grenze gemeint, denn ca. 100m am Flussufer entfernt bezahlen die Boote die Eintrittsgebühr für den NP. Außerdem kommen laut Aussagen des Campwächters im Sommer die Büffel hier zum Schlafen und nach Mitternacht die Hippos zum Grasen. Gerade hat er ein vorbeihuschendes Tier angeleuchtet (eine Mangoosen-Art) und wir konnten Hyänenlaute hören.
Unsere Site liegt direkt an dem NP Zaun angrenzend am Wasser und als wir auf das andere Ufer schauten trauten wir unseren Augen nicht. Viele Elefanten standen bis zum Sonnenuntergang beobachtbar an den sumpfigen Uferbereichen des Zambezi, tranken und spielten mit dem Wasser. Begeistert saßen wir da und beobachteten dieses Schauspiel. Es gibt noch allerhand Vögel wie Kingfisher, Schlangenhalsvögel, usw.. Wir konnten auch beobachten wie ein Elefant durch den Fluss schwamm. Sieht lustig aus, denn oft stand nur der Rüssel wie ein Strohhalm heraus. Er ist aber gut am anderen Ufer angekommen. Morgen steht eine Bootssafari auf dem Programm. Darauf freuen wir uns alle schon sehr.
Donnerstag, 30. Juli 2009
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