Bericht vom 15.7.:
Da Jürgens Angelversuche bis dato nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, wollte er jetzt auf Nummer sicher gehen und hat eine Fishing Trip mit Profis unternommen. 4 Angler waren auf dem Boot sowie 2 Helfer und der Steuermann. Mit GPS wurden ausgewählte Plätze angesteuert und die Angel einfach vom Boot heruntergelassen. Bei den ersten 6 Plätzen wurde kein Fisch gefangen. Wenn nicht innerhalb von 5 Minuten was beißt wird der Platz gewechselt, so lange bis der richtige Platz gefunden war. Im Minutentakt haben dann Fische gebissen. Da auf jeder Angel ein Blei und 2 Hacken montiert waren, hatten die Fische die Möglichkeit gleichzeitig zu beißen, was sie auch getan haben. Nach der langen Durststrecke ein wirklich erhebendes Gefühl. Einen Hacken hatte die Sache aber doch, denn die Wellen waren einige Meter hoch, was bei 3 der 4 Angler zu Beschwerden führte. Einer davon war Jürgen, und so endete ein sehr erfolgreicher Angelausflug mit einem flauen Gefühl im Bauch. Die Ausbeute war aber sehenswert und so war auch der Braai mit frischem Fisch für die nächsten 2 Tage gesichert.
Eine weitere Erledigung konnte in Swakopmund noch gemacht werden. Ein Zahn von Jürgen zerfiel in Einzelteile. Am Vortag hatten wir eine Zahnarztpraxis erspäht und heute wurde sie aufgesucht. Der Zahnarzt sah den Zahn und meint nur „der ist aber hin“. Er hat ihn dann notdürftig versorgt und meinte bis im September würde das halten. Wir wollen es hoffen. Am Abend gab es den Braai mit dem frischen Fisch und danach wurde mit einem schwarzen Namibier die wirtschaftliche und politische Situation in Namibia ausführlich erläutert.
Um die Zeit des Angelausfluges von Jürgen zu überbrücken hatte Eva sich eine Überraschung für die Jungs ausgedacht. In Swakopmund gibt es einen Snake Park, und der wurde zur großen Begeisterung der Buben besucht. Darüber ließ sich auch die Enttäuschung v.a. von Kilian überwinden, dass auf dem Angelausflug keine Kinder dabei sein dürfen und er nicht sehen kann, wie Papa einen Shark fängt. Der „Schlangenwärter“ war von den Kindern angetan und hat uns einiges erklärt und gezeigt, wie z.B. die Blaufärbung einer verärgerten jugendlichen Boomslang. Er hat dann sogar die große Python herausgeholt und zuerst Eva über die Schultern gelegt. Nachdem Kristian das auch unbedingt ausprobieren wollte, aber Kilian ausgefallen ist, durfte er sie zu seiner Begeisterung auch einmal alleine „hoppern“. Ein weiterer Höhepunkt war dann noch die Fütterung der Chamäleons mit Maden (das Chamäleon hat Kris sogar eine Grille aus der Hand gefressen), der nur durch ein kleines Abschiedsgeschenk übertroffen wurde. Es wurde eine Schlangenhaut einer ca. 2 m Kobra aus dem Fundus geholt und den Kindern als Andenken überreicht. Kilian hat gemeint, dass das auf jeden Fall besser ist, als einen Shark zu fangen!!!!
Fürs erste haben wir uns dann am nächsten Tag Richtung Walvis Bay verabschiedet und dort zwar keine Wale aber eine beachtliche Anzahl an Flamingos gesehen. Die Lagune ist voll davon. Eine Campsite ist uns auf dem Weg zwischen Swakopmund und Walvis Bay aufgefallen. Sie liegt direkt am Meer und wird an der Rückseite von Sanddünen begrenzt. Dort haben wir uns niedergelassen und einen gemütlichen Abend mit Fischbraai und Strandspaziergang verbracht. Die Jungs haben die Badewanne des Campingplatzes getestet, die sind hier in Namibia nämlich auch ziemlich rar. Wir werden uns morgen für längere Zeit vom Meer verabschieden, aber hierher kehren wir sicher noch einmal zurück, wenn wir den Wüstenflitzer bekommen.
Montag, 20. Juli 2009
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