Montag, 20. Juli 2009

Sandsturm und Rasencampsite

Bericht vom 18.7.:
Walvis Bay ist der wichtigste Hafen in Namibia. Eine Lagune ist vorgelagert und diese wird von Flamingos sehr geschätzt. In den sandigen Seichtwasserzonen halten sich die Flamingos gerne auf und lassen sich gut beobachten. Im Hintergrund sind die großen Schiffe und Ladekräne des Tiefseehafens zu erkennen. Ein paradoxes Bild. Die Stadt selbst haut einen nicht vom Hocker und so wurde Long Beach, ein Ressort mit Campsite auf der Hälfte zwischen Walvis Bay und Swakopmund gelegen, ausgewählt. Tolle Anlage mit Spielplatz und Gezeitenpool und sonst noch allem was man so braucht. In der Nacht wurden wir von starkem Wind geweckt und als es hell genug war haben wir bemerkt, dass ein starker Sandsturm niedergeht. Ein traumhafter Anblick vom relativ geschützen Womo-Bett aus den Sonnenaufgang und die Sandverwehungen auf den nahe gelegenen Sanddünen zu beobachten. Das Womo wackelte und der feine Sand hat seinen Weg doch auch nach innen gefunden. Alles war voller feinster Sand, innen, außen, und selbst der Weg zwischen Abwasch und Womo war zu lang um das Geschirr sandtechnisch zu schützen. Die Buben haben noch begeistert boogygeboardet und waren so richtig happy. Am vorgelagerten Jetty wurde ein Seehund aus nächster Nähe bei seinen Wassserspielen beobachtet, außerdem gab es genug Krebse zum fangen und das Wasser im Rockpool war zumindest wärmer als im offenen Meer. Als dann gegen Nachmittag noch der Wind aufgehört hatte war für uns klar; wir müssen noch einen Tag bleiben. Der Tag war sehr erholsam und gemütlich und hat uns gut getan. Bei der Abfahrt am nächsten Tag war der Bagger noch voll im Einsatz den Sand von der Straße wegzuschaufeln. Die Namibische Tageszeitung „Allgemeine Zeitung“ hat auch einen Bericht über diesen doch nicht so alltäglichen Sandsturm gebracht.
Nach einem Voratsstopp in Swakopmund ging es am nächsten Tag dann weiter nach Otjiwarongo. Dort gibt es ein Krokodil Ranch mit angeschlossener Campsite (samt Waschmaschine). Die ideale Kombination für uns. Bei einem Zwischenstopp in Omaruru haben wir die lokale Schokoladenfabrik besucht und ausgiebig Schoko verkostet. Die Krokodil Ranch war eher Durchschnitt. Nach einem Kurzbesuch haben wir das Andersson Gate des Etosha NP ins Visier genommen. In einer Lodge ca. 10 km vor dem Gate wurde übernachtet. Dort gibt es einen der wenigen Rasencampsites in Namibia. Der Rasen war so stark gegossen worden, dass wir mit dem Womo beinahe im Gatsch stecken geblieben sind. Das Pool war auch sehr auf der coolen Seite. Für den nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen, die Ersten am Gate zu sein. Um 6:30 sperrt es auf. Ein ehrgeiziges Vorhaben, mal sehen ob es gelingt.

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