Die Nacht an der Campsite in Tsumeb haben wir recht gut überstanden. Nach dem Frühstück ging es gleich los nach Rundu; einer Stadt an der namibisch-angolanischen Grenze. Die beiden Staaten werden durch den Grenzfluss Okawango getrennt. Der Weg dorthin war ein Fahrerlebnis. Eine endlos gerade Straße. Nach einiger Zeit kommt man zu einem Veterinärcheckpoint (wurde vor vielen Jahren aufgrund der Rinderpest eingerichtet) und wenige Meter danach ändert sich das Landschaftsbild schlagartig. Am Straßenrand gibt es unzählige kleine Dörfer der Eingeborenen, die meist nur aus einigen strohgedeckten Holzrundhütten bestehen. Dazwischen gab es jede Menge Einheimische; Frauen mit Wasserkanistern am Kopf, spielende Kinder, Holz sägende Männer, usw.. Das muss das typische Afrika sein haben wir uns immer wieder gedacht. Bei so viel zum Schauen ist die 260 km Fahrt wie im Flug vergangen und wir waren in Rundu angekommen. Gleich haben wir eine direkt am Okawango liegende Lodge mit Campsite aufgesucht. Vor dem Womo sitzend hat man einen coolen Blick auf den Okawango und kann die Menschen auf der anderen Seite des Flusses beobachten. Eine zusätzliche Besonderheit daran ist, dass auf dieser Flussseite Angola ist. Der Okawango hat eine wesentliche Funktion für die Menschen hier. Er sichert die Ernte, dient aber auch als Wäschewaschplatz für die Frauen, als Spielplatz für die Kinder und als Badezimmer für fast alle. Wir haben beobachtet, dass sogar Autos am Ufer gewaschen werden.
Die Lodge organisiert auch Bootsfahren - das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Die Bootsfahrt war wirklich abenteuerlich, in einer Art die wir uns nicht erwartet hatten. Das Boot war überfüllt, denn sämtliche angebotenen Bootstrips (Sundowner mit Sektjause, Fishing-Trip, normaler Bootstrip) wurden auf dem kleinen Boot zusammengepfercht. Die 2 Angler durften eine Angel auswerfen, die hinter dem Boot hergezogen wurde (dabei einen Fisch zu fangen ist nur mit großem Glück, nämlich dann, wenn im vorbeiglühen einer hängen bleibt möglich). Da zuerst kein Angel aufgefunden wurde mussten wir warten, die Sonne hat aber nicht gewartet. Trotzdem war es nett das Ufer entlangzufahren und zu beobachten. Zuerst sind wir an einem Uferbereich entlanggefahren an dem sich die Männer gewaschen haben. Zwei ältere unförmige Wienerinnen haben fotografiert was die Kamera hergab. Kurze Zeit später passierten wir den Frauenbereich. Ihre Männer waren jetzt ganz stark im Einsatz. Einen Sunset gab es auch noch, war wirklich sehenswert wenngleich wir ihn nicht am geplanten Ort gesehen haben. Dort war eine kleine Jause mir Sekt geplant. Die Lodge hatte aber auf die Sektgläser vergessen. Wir haben uns einfach ein Flasche (Stifterl) geschnappt und haben Sekt der Marke grindig gesüffelt. Hat aber ganz gut zur Tour gepasst. Ach ja, kurze Aufregung war noch, als ein Schlangenkopf unter dem Bootsboden auftauchte. Der Fahrer meinte, diese Art wäre harmlos. Alles in allem war es trotzdem ein Erlebnis, die Kinder waren ganz begeistert und für uns war es auch was Neues an der namibisch angolanischen Grenze entlangzufahren. Am Abend wurden Marshmellows am Feuer gegrillt. Wir blicken noch auf die einigen wenigen Straßenlaternenlichter im angolischen Dorf. Als die Kinder dann noch den Wachmann der Lodge sahen ist ihnen sofort aufgefallen, dass er ein Gewehr trug. Als sie es noch angreifen durften waren sie natürlich mehr als begeistert. Fazit des heutigen Tages: Erlebnis pu
Mittwoch, 22. Juli 2009
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