Bericht vom 20.7.:
Nach einem gemütlichen Vormittag am Pool im Restcamp Halali haben wir uns nach dem Mittagessen zum Game Drive in Bewegung gesetzt. Einer der Parkangestellten Game Driver hat uns mit Tipps versorgt und so ging es voller Optimismus los. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wenn wir uns was erwartet haben kein passendes Game zu sehen war. Andererseits haben wir in jenen Momenten in denen wir uns gefragt haben, ob es da überhaut was gibt die interessantesten Beobachtungen gemacht. Und so war es auch diesmal. Am empfohlenen Wasserloch herrschte gähnende Leere. Nach 2 Stunden Drive war noch nix Wesentliches gesichtet worden. Doch dann hat Eva wieder einmal ein gutes Auge bewiesen und Elefanten im entfernten Gebüsch ausgemacht. Immerhin, aber halt nicht aus nächster Nähe.
Der Etosha Lookoutpoint bietet die Möglichkeit in die Etosha Pfanne zu fahren. Dazu wurde ein kurzes Straßenstück angeschüttet. Eine schier unendliche Ebene bedeckt mit durch die Trockenheit aufgebrochen Salz-Gatschkruste. Ein salziger Duft liegt in der Luft und man kann anhand der Tierspuren erkennen dass der Untergrund morastig gatschig ist, denn die Tiere sinken leicht ein.
Wir hatten gehofft, dass die zuvor aus der Ferne gesichteten Elefanten ein nahe gelegenes Wasserloch ansteuern und wollten sie dort treffen. Jedoch Fehlanzeige. Ein Blick auf die Uhr machte uns klar, dass wir uns auf den Rückweg zum Restcamp machen sollten. Um 17:30 wird das Gate geschlossen und da heißt es zurück sein. Die Straßen waren mittlerweile leer und eine angenehme Stille lag über dem Park. Die Sonne schickte sich an unterzugehen und wir mussten trotz schwieriger Straßenverhältnisse Gas geben. Und dann passierte das Unerwartete. Zuerst eine Giraffe und im Hintergrund die Pfanne im Abendlicht. Dann hat Jürgen in der Ferne ein paar Grashalme wackeln sehen und kurz darauf war es klar, es war eine Löwin. Wenn sie die Richtung beibehält sollte sie vor unserem Womo die Straße kreuzen. Das würde aber einige Minuten dauern, denn sie hatte es nicht eilig. Oder sollten wir zurück, denn die Zeit war schon mehr als fortgeschritten. Natürlich haben wir gewartet. Wirklich - die Löwin, ein tolles Exemplar, ist unmittelbar vor unserem Womo vorbeispaziert. Ein unglaublicher Anblick, besonders in der Abendstimmung. Wir alle waren hin und hergerissen und dann haben wir so richtig Gas gegeben. Wir waren die allerletzten und nur durch die zuvorkommende Interpretation der Uhrzeit des Gatewächters sind wir noch reingekommen. Eva war noch immer im Fotorausch und wurde sogleich beim Wasserloch abgesetzt. Wir waren müde und geschafft aber voller Eindrücke. Jürgen hat dann noch einen Schmarrn gemacht und dann wurde noch ausgiebig Fotos geschaut. Vor dem Schlafengehen hieß es noch alles verstaut, denn wir wollten morgen in der Früh um 6:30 wieder die ersten am Gate sein.
6:30 wurde wirklich geschafft, die ersten waren wir nicht denn der Gatewächter ist auch beim Öffnen gamedriverfreundlich. Die Morgenstimmung hat das zeitige Aufstehen wieder mehr als gerechtfertigt. Anfangs war aber kaum Game zu sehen. Die erfahrenen Gamedriver-Buben haben dann kurzerhand diverses Game im Wolkenhimmel entdeckt (naja, zugegeben wurde dort nicht nur Game gesichtet, sondern auch Dinos, Räuber, …).Das hat sich nach dem Frühstück; an einem Lookoutpoint aber geändert. Ein mächtiger Elefantenbulle war am Wasserloch zu beobachten. Danach 3 Löwinnen aus nächster Nähe im Gras und zu guter Letzt ein Gepard. Dazwischen Unmengen von Bockwild und Vögel. Nach 5 Stunden Gamedrive sind wir am westlichen Gate angelangt. Nach einem gemütlichen Bier an der Restcampbar haben wir beschlossen, dass wir bis auf weiteres genug gedrivt sind und wir haben den Park verlassen. Wir werden aber mit dem Wüstenflitzer wieder kommen und so fiel der Abschied nicht so schwer.
Eine Campsite 20 km vor Tsumeb am Lake Otjikoto, einem unterirdischen See mit Tierpark sollte unser Nachtquartier werden. Leider war die Campsite vor kurzem aufgelassen worden. Der Rest war aber noch da und so haben wir einen interessanten Nachmittag dort verbracht. Übernachtet haben wir daher direkt in Tsumeb am Gemeindecampingplatz. Bei unserer Ankunft kurz vor Sonnenuntergang waren wir mit noch einem Camper die einzigen am „Abenteuer-Campingplatz“ (er wird umgebaut und eine Riesen-Lodge mit Swimmingpool, etc. wird entsteht dort). Mittlerweile (es ist ca.22:00 Uhr) ist nur mehr eine Campsite frei und eine der Neuankömmlingen-Gruppen hat den Gettoblaster aktiviert. Das kann ja eine beschauliche Nacht werden.
Mittwoch, 22. Juli 2009
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