Donnerstag, 30. Juli 2009

Elefantenherden und Bootssafari

Bericht vom 29.7.
Diese Nacht waren wir bewacht wie nie zuvor! Unser Lagerfeuer war nicht nur für uns ein willkommener Warmhalteplatz, sondern auch für den Wachmann. In der Früh war jedenfalls unser gesamtes Feuerholz verheizt, dafür hatten wir aber ein leeres Gurkenglas als „Dankeschön“ erhalten. Geweckt wurden wir von spielenden Vervet Monkeys, die unser Womo-Dach als Spielfläche entdeckt hatten. Ein Erlebnis für uns alle.
Die Chobe River Lodge hat einen tollen Poolbereich, denn der Fluss eignet sich aufgrund der sehr zahlreichen Krokos nicht zum Baden. Während die Jungs im nicht gerade warmen Wasser gespielt haben, haben wir seit langem wieder einmal einen guten Cappuccino im Liegestuhl vor dem Pool getrunken. Jürgen hat die Familie mit hervorragendem Tiroler Gröstl verwöhnt. Das wurde wieder bei atemberaubender Kulisse, mit den Elefanten im Hintergrund und Hippo Dröhnen, genossen. Wir konnten sogar eine Elefantengruppe von 4 Tieren beim Durchschwimmen des Kanals beobachten. Einmal waren sogar nur die „Strohhalme“ zu sehen!!! Einfach unglaublich!!!
Am Nachmittag startete die 3-stündige Rivercruise. Wir waren in einem kleinen Boot, einerseits war es wendig und schnell, andererseits gab es keinen Auslauf für die Jungs. Begonnen haben wir mit ein paar Elefanten aus nächster Nähe. Vom Wasser aus kommt man sehr nahe heran und kann sie beim Trinken und beim Baden bzw. Sulen gut beobachten. Unzählige Vögel wie Fischadler, diverse Reiher, Schlangenhalsvögel, Enten, Störche und sogar einen Löffelvogel haben wir erspäht bevor wir zum ersten Kroko fuhren. Es sollte nicht das einzige bleiben, denn hier liegen unzählige dieser Viecher in allen Größen regungslos am Ufer. Sie bewegen sich kaum, aus nächster Nähe sieht man oft nur Bewegungen der Augenlieder als Beweis dass sie wirklich leben. Die meisten haben den Mund geöffnet um sich zu kühlen. Dann fuhren wir an rießigen Büffelherden vorbei und erreichten Hippos und später sogar eine Hippoherde. Dann kam der Höhepunkt in Form einer riesigen Elefantenherde die zum Trinken zum Wasser gekommen war. Je weiter wir den Fluss entlang fuhren umso mehr Elefanten tauchten auf. Es müssen hunderte Exemplare gewesen sein. Die einzelnen Tiere zu beobachten und die Interaktion innerhalb der Herde zu studieren, dabei vergisst man alles um sich herum und staunt nur so vor sich hin. Die relaxte Atmosphäre wurde dann je unterbrochen als die Jungs zu streiten begannen und ihren Bewegungsdrang ausleben wollten. Die letzte Stunde war dann aufgrund des Sonnenunterganges sehr sehenswert aber auch anspruchsvoll für uns. Es war schon dunkel als unser Boot anlegte. Beim Abgang vom Jetty waren einige Trommlerpostiert und gaben noch ein Trommelkonzert, sehr zur Freude der Jungs.
Am Lagerfeuer haben wir beschlossen noch einen Tag anzuhängen, um an einer Safari teilnehmen zu können. Der Chobe NP ist voller Game, dagegen wirken die NPs in SA eher wie ausgestorben im Vergleich zu dem was man hier zu Gesicht bekommt. Der Park ist auch nicht eingezäunt und so ist hier alle in freier Wildbahn zu beobachten. Unbeschreiblich ist auch die Lage der Campsite. Wie wir die Kinder gerade niederlegen ist ein lautstarkes Brüllen zu hören. Eva ist dann hinausgestürmt um herauszufinden was das war. Entdeckt wurde ein Riesenexemplar eines Elefanten, der den Campsite Zaun entlangmaschierte. An einer Stelle war er keine 10 m entfernt, Aug in Aug mit Eva. Die Gedanken, die einem dabei durch den Kopf gehen kann man nicht beschreiben!
Am nächsten Tag ging es vorerst wieder zum Pool und so haben wir maximal entspannt die Safari begonnen. Wir waren gemeinsam mit einem SA alleine im Safari- Land Rover. Unser Guide überhaupt keine Ahnung vom Autofahren. Gleich zu Beginn ist sie an einem andern Safarifahrzeug angestoßen und der Motor wurde durch den NP gewürgt. Kurz vor der Ausfahrt hat sie dann noch einen mächtigen Ast mitgenommen, der erst nach dezentem Hinweis unseres Mitfahrers sinnvollerweise entfernt wurde. Sie hätte den Führerschein bei Jürgen niemals bekommen. Erspäht haben wir auf dem 3,5 Stunden langen Drive Impalas, unzählige Elefanten (einer davon war vorgestern „verblichen“), Kudus, Giraffenherden, viele Vögel und eine riesige Hippoherde von ca. 50 Tieren. Das alles in einer absolut atemberaubend schönen Landschaft, die sich beim Sonnenuntergang in einem faszinierenden Licht zeigte. Wir sind von Chobe NP und der Freundlichkeit und positiven Atmosphäre in Botswana sehr angetan. Ein wirklich schönes freundliches Land in dem wir sicher nicht zum letzten Mal waren. Da wir in Kasane nicht zum Einkaufen gekommen sind und uns neben anderem das Brot für das morgige Frühstück ausgegangen ist, haben wir am abendlichen Lagerfeuer noch das Brot für das morgige Frühstück gebacken sind schon gespannt wie es schmecken wird.

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