Montagu ist eine nette kleine Stadt, die in einem Weinbaugebiet umgeben von Bergen (auf einigen Spitzen liegt bereits Schnee) angesiedelt ist.Hier gibt es auch Thermalquellen; also zwei driftige Gründe für einen Besuch.
Beim De Hoop NP sind wir bei Regen abgefahren, dann ca 50 km Schotterstraße gefahren (das Wohnmobil war nicht mehr wiederzuerkennen) und bei derselben Wetterlage und 10 Grad Außentemperatur in Montagu angekommen. Die Thermalquellen schienen da genau das Richtige zu sein. Die Therme war für uns verwöhnte Thermenprofis eine Enttäuschung, denn die2 durchschnittlichen Schwimmbadbecken waren im Freien und eine trockene Liegemöglichkeit dort nicht vorhanden. So musste das warme Bad gecancelt werden und es ging zur Campsite.
Am nächsten Tag wurden bei Sonnenschein der erste Weingarten (van Loveren) angesteuert. Ausgerüstet waren wir mit unserem „Platter“ (nicht der LH von Tirol, sondern ein umfangreicher Weinführer über Weine in SA). Mit dem Know-How haben wir dann richtig drauflos gekostet.
Man erhält bei der Verkostung eine Liste und wählt aus sicher 40 Weinen aus. Auf den Tischen stehen Gläser, Wasser und der Spucknapf. Von den ausgewählten Weinen werden dann gleich die Flaschen auf den Tisch gestellt. Man kann dann nach Herzenslust verkosten und bekommt auf Anfrage auch die gewünschten Infos. Zwischendurch wurden noch gebackene Mäuse gereicht. Van Loveren ist eine eher auf Quantität ausgerichtete Unternehmung. Die Weine waren auch nicht wirklich umwerfend. Von unserem Favoriten (einstimmige Entscheidung) „Limited Edition Cabernet Sauvignon“ haben wir dann was mitgenommen und uns dann auf den Weg zum nächsten Winzer gemacht.
De Wit ist ein renommierter Weinbauer, der in einem höheren Segment anzusiedeln ist. De Wit ist aufChardonnay spezialisiert. Die Verkostung ist beginnend von der Räumlichkeit über die Erklärungen zu den Weinen viel besser. Ein Bateleur Chardonnay 2007 wurde uns als das Flaggschiff der Weinkellerei vorgestellt, der auch nur über die Weinkellerei zu beziehen ist. Er hat auch 4 Sterne im Platter und dies völlig zurecht. Eva und Jürgen die einen Weißwein Jahresverbrauch von maximal einer Flasche (zum Kochen) haben waren begeistert. Dieser wurde angekauft und wird zum Abschied, wenn Hilde und Georg uns wieder verlassen, geleert werden. Ein gutes Essen hat den Tag dann noch abgerundet bevor es zurück zur Campsite ging. Dort wurde noch gut gekickt und der Braai, der eigentlich vorgesehen war musste abgesagt werden;. wegen mangelndem Hunger. Morgen ist aber auch noch ein Tag.
Jedenfalls wurden heute auch noch die weiteren Schmarrn-Essen gesichert. Am Vormittag haben wir noch bei einem Bauernmarkt vorbeigeschaut. Dort gab es u.a. auch gebrauchte Garten- und Kochutensilien zu erstehen. Leider war kein Oma-Handmixer dabei. Der ältere Herr hat aber vorgeschlagen, dass wir am Nachmittag bei ihm zu Hause vorbeikommen könnten, er hätte da ein paar vorrätig. Gesagt getan, und so wurde aus 4 Raritäten ein passendes Exemplar ausgesucht. Jürgen hat nun beim nächsten Schmarrnkochen einen „Küchenhelfer“ zur Seite, nämlich den antiquarischen „Eggbeater“!
Samstag, 30. Mai 2009
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