Heute haben wir die Drakensberge verlassen und sind zu einem Natur Reservat am Spoikam Dam gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir uns noch mit Essbarem eingedeckt. Unter anderem war Jürgen in einer Fleischerei. Die Südafrikaner sind ein Grillvolk und nennen das braai. In allen Nationalparks und an den Picknickplätzen gibt es Griller. Wir haben uns aber einen eigenen Griller zugelegt der regelmäßig (fast täglich) zum Einsatz kommt. Gegrillt wird vornehmlich Burenwurst, das ist eine mind. 0,5 Meter lange und ca. 3 cm dicke Wurst mit fast 500g (ca. 2 Euro), die u.a. mit Koriander gewürzt wird. Diese wird wie eine Schnecke eingerollt auf den Grill gelegt. Fazit des Grillmeisters Jürgen: Diese Wurst bringt´s grillmäßig (Pöglqualität).
In besagter Fleischerei hat sich Jürgen angestellt und hat als er dran gekommen ist dieselbe Burenwurst wie die 2 schwarzen Kunden vor ihm bestellt. An der Kasse saß der Chef dieses Ladens, ein Weißer. Als Jürgen bezahlen wollte hat er ihn zur Seite genommen und gefragt, ob er diese Wurst wirklich möchte. Diese Wurst sei nur für die Black People und das Fleisch darin von sehr schlechter Qualität. Jürgen solle kurz warten, dann bringt er die richtige Wurst. Das hat er dann gemacht. Die Wurst hat dasselbe gekostet wie die Wurst für die Schwarzen. Am selben Nachmittag haben wir die Wurst gegrillt und sie hat sensationell gut geschmeckt. Trotzdem waren wir sehr verwundert über diese Begebenheit. Sie verstärkt unseren Eindruck, dass die Weißen hier besonders zusammenhalten.
Im Natur Reservat sind wir dann herumgefahren und haben eine Zebraherde, eine Warzenschweinfamilie und zahlreiche Giraffen aus der Nähe beobachten können. Nicht nur die Kinder waren ganz aus dem Häuschen. Darüberhinaus gab es zahlreiche Springböcke und antilopenähnliches Getier. Wir haben uns dann auf dem Campingareal im Reservat niedergelassen, bei sonnigem Wetter gebadet und die eben gesehenen Tiere auf der anderen Seite des Sees mit dem Fernglas beobachtet.
Im Reservat sieht es aus wie in der Steppe, der Bewuchs und die Tierwelt ist so ganz anders als jene in den Drakensbergen, wenngleich wir nur eine Autostunde entfernt sind. Bei einem braai mit besagten Würsten haben wir uns gestärkt und sind dann ausgerückt um Feuerholz zu sammeln. Beim Lagerfeuer haben die Buben nach Herzenslust gezündelt. Eva legt sie gerade hin und Jürgen sitzt beim Feuer und hat Besuch bekommen. Zuerst hat es im hohen Gras geraschelt und Jürgen hörte Hufe auf ihn zukommen (angeblich kommen die Zebras manchmal zur Campsite), konnte aber noch nix sehen. Aus der Dunkelheit tauchte die Silhouette eines Tieres auf, das er anfangs für ein Zebra hielt. Es war aber ein alter Schimmel, der neben ihm stehen blieb und Bockschauen spielte. Nach einigen Minuten ist es ihm dann zu blöd geworden und er ist wieder weggetrabt. Im Hintergrund war dann das Gescheppere von Flaschen zu hören. Er hat offensichtlich im Mistkübel nach Fressbarem – oder Bierresten - gesucht. Naja vielleicht kommen uns ja die Zebras zum Frühstück besuchen.
Mittwoch, 1. April 2009
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Grüss Euch,
AntwortenLöschenCoole Sache nur das die Südschweden so ausgegrenzt werden schockiert mich. Derby GAK STURM 2:2.
Wir melden uns für eine Woche ab morgen ab und fahren nach Rom. Cih freue mich schon auf Karsamstag dann kann ich einige Blogs aus SA lesen
Grüße
Wolfi