Freitag, 27. März 2009

Sani Pass und Lesotho

Mittlerweile sind wir - wie im Vorbericht erwähnt - in den Drakensbergen angelangt und beginnen mit dem höchsten Pass Südafrika`s, dem Sani Pass (2874 m), und besuchen auch das Bergkönigreich Lesotho. Das Wetter war prächtig und der Guide ist auch wirklich mit seinem Land Rover aufgetaucht. Und los ging´s erstmal zum SA Grenzposten.
Die Straße bis dahin war schon sehr holprig. Nach dem Posten haben wir uns dann persönlich davon überzeugen können, was eine 4 WD Straße ist. Für die 8 km vom Grenzposten (ca. 2000m) bis zur Passhöhe auf 2874m benötigt man ca. 45 Minuten. Die Straße besteht aus Geröll und schlängelt sich auf abenteuerlichen Serpentinen nach oben. Je weiter man nach oben kommt umso schlechter wird die Straße, dafür wird die Aussicht und die Landschaft immer imposanter. Oft haben wir angehalten, um Tiere oder interessante Felsformationen (Garfield) zu bestaunen bzw. zu fotografieren. Der Guide war ein echter Glücksgriff. Er wusste sehr viel zu berichten und ist nebenher auch sehr sicher gefahren.
Auf der Passhöhe befindet sich der Grenzübergang nach Lesotho. Dort muss man ein Formular abgeben und bekommt erneut einen Stempel in den Pass (für Sammler bringt dieser Ausflug insgesamt 4 Stempel). Nach dieser Prozedur darf man in das Königreich Lesotho einreisen. Das Staatsgebiet befindet sich im Wesentlichen auf einem Hochplateau. Der tiefste Punkt liegt 1500m über dem Meeresspiegel. Die Menschen hier sind hauptsächlich Schafhirten und leben in hüttenartigen Gebäuden. Zumindest ist das in dem Bereich in dem wir waren so. Sie sind mit Wickeldecken gekleidet und nach Angaben unseres Guides ein friedliches Völkchen. Lesotho ist ein armes Land und erhält Devisen hauptsächlich durch den Export der Angoraschafwolle und durch Trinkwasser nach SA. Die Analphabetenrate ist aber angeblich am geringsten von ganz Afrika.
Ziel unserer Tour war eine Anhöhe auf ca. 3360 m (angeblich der höchste Pass Afrikas) mit einer atemberaubenden Aussicht. Von diesem Punkt aus sieht man nach dem Kilimandscharo (?) den 2. höchsten Berg Afrikas. Unzählige Tiere wie Vögel, Ratten, etc. haben wir auf dem Weg hinauf gesichtet. Auf dem Weg hinunter haben wir eine „Shepherds village“ besucht. Wir konnten auch eine Hütte von innen bestaunen und dort das selbstgemachte Brot verkosten. In diesen Hütten riecht es wie in einer skandinavischen Rauchsauna. Kilian hat sich gleich mit einem der 8 Kinder der Hausherrin bekannt gemacht und zu spielen begonnen. Kris hat es vorgezogen einen Mittagsschlaf abzuhalten.
Auf der Passhöhe gibt es das höchst gelegene Pub Afrika`s. Das war ein Grund anzuhalten und das lokale Bier (Mantuli- sehr süffig) zu testen. Der Weg runter war wieder wackelig und hat auf unsere Jungs einschläfernd gewirkt. Am späten Nachmittag sind wir dann zurück gewesen. Der Ausflug war ein absolutes Highlight - ein Tag der Rekorde!!!
Noch eine kleine Beobachtung sei hier erwähnt. Gestern, spät nachts sind noch 2 Motorradfahrer bei der Lodge angekommen. Sie haben ihr Zelt aufgestellt und waren als Jürgen Kris-bedingt sehr früh aufgestanden ist schon wieder startbereit. Ihre Bikes waren schwere BMW`s. Sie sind uns Stunden später auf halben Weg zur Passhöhe wieder entgegengekommen. Verladen auf einen Polizeiauto mit den beiden Bikes samt Bikern auf der Ladefläche stehend. Genaueres ist unbekannt!

4 Kommentare:

  1. Das klingt ja alles wunderbar, die tollen Erlebnisse und Eindrücke, an denen wir von hier aus teilhaben können - Text und Fotos (mit Freude sehe ich auch herrliche Sechs-Beiner) erzeugen bei uns richtig heftiges Fernweh.
    Ganz liebe Grüße
    Mira, Felix, Meta & Thomas

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  2. Hallo aufpassen auf Kris der hat glaube ich einen Febel für Dunkelhäutige. Habe jetzt einige Tage kein Netz gehabt, deshalb habe ich schon mit Spannung eure Seite aufgemacht.Verfolge eure Beschreibungen alles auf Google Earth, da kann man sich ungefähr vorstellen, wo ihr herumkrebts. Nur so weiter mit euren Berichten, dann haben die Daheimgebliebenen auch was davon. Liebe Grüße O. Alex

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  3. Kann es sein dass in der Nähe des höchsten Passes in Lesotho eine Landepiste ist?
    Alex

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  4. ja, das haben wir auch gehört, habe aber keine Flugzeuge gesichtet und die Adlerperspektive nicht gewählt, freut uns ganz besonders, dass ihr unseren blog verfolgt!!!!

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