Freitag, 27. März 2009

Kilian schwimmt

Wir sitzen gerade mit einem Bier völlig eingeraucht in einem Naturreservat am Midmar Dam. Nein wir sind nicht unter die Kiffer gegangen, vielmehr bläst und der sich ständig drehende Wind den Rauch unseres Lagerfeuers ins Gesicht. Es soll nix schlimmeres passieren.
Schweren Herzens haben wir heute am Vormittag Richards Bay verlassen. Die letzten Tage waren ein Hit, aber es gibt ja noch so viele Dinge, die erkundet werden wollen. Unser Plan war ein nachgebautes Zuludorf (tourist attraction) zu besuchen und dann weiter Richtung Süden zu den Drakensbergen zu fahren. Nach einem gemütlichen Frühstück folgte die Jumpung ins Pool. Da passierte das Unglaubliche; Kilian ist erstmals mit richtigen Tempi, den Kopf aus dem Wasser haltend, geschwommen. Allgemeine Begeisterung ist ausgebrochen. Nachdem Kris seit 2 Wochen keine Windel mehr braucht fragen wir uns was als nächstes kommt. Vielleicht gehen sie für uns einkaufen oder machen für uns frühstück!? Jaja, da ist der Wunsch der Vater des Gedanken.
Wir haben uns dann von unseren Nachbarn verabschiedet, die uns und die Leute vom Campingplatz am Vorabend zu einem Supper eingeladen haben. Highlight dabei war ein gefülltes Hendl, welches in einem aus einer alten Gasflasche selbst gebauten Griller schonend geschmort wurde. Die Methode war für Grillfanatiker Jürgen, eine ganz neue Erfahrung.
Da sie aus PE (Port Elisabeth) kommen und PE auf unserer Tour liegt haben wir da sicher die richtigen Guides. Eva wollte noch etwas Klunker einkaufen und das Schild vom Fritz hat den Kindern dermaßen zugesagt, dass wir zu spät für das Zuludorf dran waren. Naja, die werden auch ohne uns getanzt haben und ich bin sich, dass die Braukunst des Castle Braumeisters (dieses Bier halten wir gerade in Händen; sehr empfehlenswert) über jener des Zulubrumeisters (man kann da nämlich zusehen wie die Zulus traditioneller Weise Bier brauen)steht. Sei es drum wir haben letzten Endes dem Midmar Dam (Naturschutzgebiet) erreicht, der etwas westlich von Pietermaritzburg liegt. Der Campside liegt direkt am Wasser und die Umgebung ist sehr schön. Wir sind die einzigen Camper auf dem riesigen Areal und genießen die Stille, die nur von springenden Fischen und Vogelgezwitscher und dem Geschrei unserer Jungs unterbrochen wird.
Am nächsten Tag sind wir nach Horvik gefahren und haben eine klein Wanderung zum dortigen Wasserfall unternommen. Das Wasser fällt 95m in die Tiefe. Der Fluss hat eine ganze Menge Kaskaden und ist relativ seicht und voller Steine in relativ geringem Abstand zueinander. Die Leute (insb. Kinder auf dem Nachhauseweg von der Schule) hopsen von einem Stein zum anderen um den Fluss zu überqueren. Das sieht recht lustig aus.
Danach haben wir uns auf den Weg zu den Drakensbergen gemacht. Dies ist ein riesiger Gebirgszug der durch seine eigentümlichen Gesteinsformationen hervorsticht. Das Gebirge hat Gipfel, die weit über 3000m hoch sind. Es soll dort sehr schön sein und so werden wir die nächsten Tage dort verbringen. Unser erstes Ziel war der Sani Pass. Bei der Sani Lodge (1500m Seehöhe)haben wir uns niedergelassen. Unser Stellplatz war der Garten der Lodge. Der Sani Pass ist 2800 Meter hoch und führt nach Lesotho, dem Königreich der Berge. Dies sollte auch das Ziel unseres nächsten Tages sein. Da man einen 4 WD braucht, um den Pass zu überqueren, haben wir uns für den nächsten Tag einen Guide mit einem Land Rover genommen. Mal sehen was uns da erwartet!!!

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