Nach zwei entspannenden Badetagen am Warmwaterberg haben wir uns wieder in Bewegung gesetzt. Beim nächsten Thermalpark, dem Godini Spa bei Worcester, haben wir am Campsite keinen Platz mehrbekommen. Das verlängerte Wochenende und das regnerische Wetter hat offenbar viele Camper zu den Thermen getrieben. War nicht so schlimm, denn die letzten Badetage waren intensiv und wir sind in der Nähe in Paarl untergekommen. Da es den ganzen Abend und die Nacht hindurch geregnet hat, haben wir das Womo gar nicht verlassen und sind am nächsten Tag bei demselben Wetter zur Weinverkostung gefahren.
Der Weinkellerei Fairview haben wir den ersten Besuch abgestattet. Sie existiert seit 1693 und hat eine reiche Auswahl an unterschiedlichsten Weinen, die zur Verkostung bereit stehen. Das haben wir alle vier dann gemacht. Es gab nämlich auch Kinderwein, das ist ein Rotbuschtee versetzter Traubensaft, der eine Farbe wie ein Rosewein hat. Den Kindern hat er vor allem aus einem richtigen Rotweinglas getrunken gut geschmeckt und seither gibt es jeden Abend auch einen Kinderwein zum Tagesausklang. Eva hat sich dann mit Kilians Unterstützung noch nach reiflicher Verkostung für fast alle der angebotenen Käsesorten entschieden. Vollbepackt ging es dann weiter zum Joostberg, der nächsten Kellerei. Diese war Weinmäßig eher nicht so aufregend, interessant war die Lokation - neben einem Pflanzengeschäft mit einem angeschlossenem Riesen-Greislerladen sowie Restaurant. Der Verkostungsplatz war eine keine Budel.
Zur Nächtigung haben wir uns die Campsite am Melkboestrand an der Westküste 30 km nördlich von Kapstadt ausgesucht. Die Sonne war inzwischen wieder am Himmel aufgetaucht und so war abends noch ein Braai und ein Strandspaziergang mit Muschel- und Krebsteilsammeln und Beobachten von unterschiedlichen Wasserwindsportarten möglich.
Für den nächsten Tag war eine Generalüberholung unseres Womos beim Depot der Vermietungsfirma ausgemacht. Wir haben das Womo am Vormittag hingebracht und wurden dann nach Kapstadt geführt. Dort haben wir uns das District 6 Museum angeschaut. Der District 6 war ein von „Nicht-Weißen“ besiedelter Stadtteil Nahe dem City Center von Kapstadt. Dieser wurde zur Zeit der Apartheit niedergerissen und die Bewohner zwangsumgesiedelt. Im Museum wird dieses traurige Kapitel in der Geschichte von Kapstadt aufgearbeitet. Mittlerweile wurde das Land wieder zurückgegeben, ist aber nach wie vor unbesiedelt und eine große Grünfläche.
Nahe dem District 6 Museum ist eine auffällige Bäckerei, Charlys Backery. Dies ist eine nicht nur außen bunte Konditorei, auch die unterschiedlichsten Torten und Kuchen sind kreativ in grellen Farben gehalten. Natürlich wurden diese auch entsprechend verkostet und für gut befunden. Die vergoldete Schoko-Bailys Torte war sicher der optischen Highlight. Wir sind dann noch herumspaziert und haben uns das Museum über die Sklaverei, die bis Mitte des 19 Jahrhundert im südlichen Afrika sehr verbreitet war, besichtigt.
Am späten Nachmittag haben wir dann ein runderneuertes Womo zurückbekommen. Mit dem ging es nach Yzerfontain. Dort haben wir uns–nach Empfehlung des Campwarts - wegen einer Sturmwarnung nahe der Düne in einem geschützten Bereich positioniert. So haben wir vom Sturm fast nix mitbekommen. An nächsten Tag war die Sonne wieder da, es war „Waschtag“ und einem gemütlichen Tag am Strand stand nichts mehr im Weg.
Dienstag, 16. Juni 2009
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