(Bericht vom 20.6. aufgrund von mangelhafter Netzabdeckung – The Baths ist wirklich ein Ort zum "Erholen")
Auf dem Weg von Langebaan nach Paternoster haben wir uns einen Fossilien Park angeschaut. Dort sind in einer ehemaligen Abbaustätte irgendeines Rohstoffes laufend unzählige fossile Knochen gefunden worden, was aber 20 Jahre lang niemanden irgendwie „besonders aufgefallen“ist. Erst nach Auflösung der Abbaustätte sind hier Grabungen durchgeführt worden und ist ein Fossilien Park entstanden. Man kann die Ausgrabungsstätten besichtigen und erfährt allerhand Interessantes über Tiere, die vor ca. 5 Mio. Jahren gelebt haben und großteils schon lange ausgestorben sind.
Paternoster ist ein kleiner Fischerort nahe Langebaan. Die Häuser sind dort alle einheitlich - weiß gefärbelt mit Flachdach. Im nahegelegenen Nature Reserve haben wir unser Nachtquartier gefunden. Dort gibt es eine atemberaubende Küstenlandschaft, unzähligen Muscheln (aus denen früher in Steinöfen Zement gemacht wurde), eine mächtige Brandung, sowie den letzen bemannten Leuchtturm in SA.
Am nächsten Tag haben wir uns dann Paternoster aus der Nähe angeschaut. Am Sandstrand herrscht, wenn die Fischer mit ihren kleinen Holzbooten (jeweils 2 Mann Besatzung) von ihren Fangtouren zurückkehren, geschäftiges Treiben. Sie fahren dabei den Sandstrand rasch an, um im letzten Moment ihren Motor hochzuklappen und am Beach zum Stehen zu kommen. Ein alter Geländewagen ist dann zur Stelle und zieht sie mit Schwung hinaus. 30 bis 40 solcher Boote in bunten Farben lagern am Strand. Es treffen sich dort dann Leute aller Altersgruppen (gerade erst gehend bis gerade noch gehend), interessiert beobachtend, fluggs arbeitend, kaufwillig, tratschend, …. Mit den Besatzungen und den sonstigen Leuten, die dort herumstehen, ist mächtig was los. Ein echtes Spektakel. Die Fänge die aus den Booten geladen wurden waren aber weniger spektakulär. Boote, die 2 bis 3 große Fische geladen hatten zählten schon zu den erfolgreicheren. Uns hat es jedenfalls gut gefallen und da es uns im Natur Reservat auch gut gefallen hatte, haben wir eine weitere Nacht dort angehängt. Besonders beeindruckend war der Sternenhimmel, unzählige Sterne waren in dieser klaren Nacht zu sehen. Mittlerweile haben wir auch schon gecheckt wie das Southern Cross aussieht und zu deuten ist und es war in dieser Nacht sehr klar zu sehen.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Langebaan, zum kulinarischen Highlight unserer Reise. Es gibt an der Westküste sogenannte Open Air Fischrestaurants. Diese liegen direkt am Strand und bestehen aus vielen Feuerstellen und Tischen rundherum. Alles auf urig getrimmt. Das von uns auserwählte Restaurant trug den Namen „Strandlooper “ und bietet ein 10 gängiges Fischmenü an. Die Getränke und ein entsprechender Hunger müssen mitgebracht werden; beides kein Problem. Einheimische bereiten die für die Westküste typischen Fischgerichte traditionell zu. Dazu gibt es ebenso an Ort und Stelle gebackenes Brot. Begonnen hat alles mit einer Muschelsuppe, um dann über ein Paella und vielen verschiedenen gegrillten Fischen zu Eintöpfen und den abschließenden Hummer zu gelangen. Das ganze dauert 3 Stunden und ist an einem sonnigen Tag ein angenehmes Erlebnis. Wir hatten sogar das Glück einen der (angeblich) 14 windfreien Tage im Jahr zu erwischen. Die Kinder können dort frei im Sand herumspielen und die Atmosphäre kann entspannter nicht sein. Ein, am Ende schon recht angetrunkener, Gitarrenspieler sorgte für die musikalische Untermalung. Wir waren dann angefuttert und rundum zufrieden, als wir beschlossen noch ein Stück weiter Richtung Zederberge zu fahren. In einer Therme im Citrusdal am Fuße der Zederberge mit dem Namen „The Baths“ haben wir abends noch ein heißes Bad genommen und so den Tag herrlich ausklingen lassen.
Montag, 22. Juni 2009
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