Dienstag, 5. Mai 2009

Oktopus und Schlange

Wie uns von unseren Bekannten aus Richards Bay, die in PE wohnen, empfohlen, haben wir uns in der Pine Lodge in Port Elisabeth (PE) für 3 Tage niedergelassen. Die Pine Lodge ist eine Art Hochzeits-/Seminarressort, das halt auch eine Campsite hat. Eine merkwürdige Kombination aus Campsite, Chalets und Seminarräumlichkeiten aber ganz nett und unmittelbar hinter den Dünen mit Zugang zum Strand gelegen. Wir wurden gewarnt, dass der Strand nachts nicht sicher ist und schon einiges Unerfreuliches dort passiert ist. Unter Tags sollte es aber OK sein. Da Jürgen gestern erstmals erfolgreich geangelt hat wollte er es am nächsten Tag nochmals versuchen. Als er dann gegen Abend alleine am Strand angelnd Schüsse gehört hat sind ihm die warnenden Worte von der Tante an der Rezeption wieder eingefallen und er hat schleunigst zusammengepackt und ist zum Womo zurückgekehrt.
Am nächsten Tag wurden wir von Pat und Mac, den Bekannten aus Richards Bay, abgeholt und in PE herumgeführt. PE ist eine interessante, freundliche und saubere Stadt mit einer tollen Sea- Promenade, schönen alten Gebäuden und viel zu vielen interessanten Dingen zu tun und sehen. Wir haben auch das WM Stadion gesehen, dass gerade im Fertigwerden ist. Übrigens, die Tickets für die WM Spiele sind, trotz der verhältnismäßig geringen Preise für Einheimische, eher Ladenhüter und es gibt noch mehr als genug Karten. Vielen Südafrikanern ist die WM ziemlich Wurst und sie würden nicht einmal mit einer Freikarte hingehen. Soccer ist halt das Spiel der (weniger finanzkräftigen) Schwarzen. In Bloomfontein hat uns ein Südafrikaner erzählt, dass sein Bruder eine Security Firma hat, die auch bei der WM im Einsatz sein wird. Die werden dann alle Bekannten sowieso gratis einlassen. Er wird`s auch noch rausfinden.
Der Tag mit Pat und Mac war sehr nett und wir haben Bereiche angesteuert, wo wir sonst nie hingekommen wären. Ein sehr netter Tag mit Freunden!! Übrigens, die Sache mit den Schüssen hat sich dabei auch aufgeklärt; hinter den Dünen hat sich ein Schießplatz befunden.
Weiter ging es dann am nächsten Tag nach Jeffreys Bay (kurz und liebevoll J-Bay genannt), dem Surfparadies (es gehört weltweit zu den Top 5 Surfgebieten) von Südafrika. Trotz der späten Ankunft wurde es noch ziemlich ereignisreich. Zuerst wurde noch von Eva beim Strandspaziergang ein Oktopus gesichtet und gefangen, der dann von Kilian stolz allen Passanten gezeigt wurde. Als Jürgen die Feuerstelle für das abendliche Lagerfeuer herrichten wollte, hat er eine kleine Schlange vorgefunden. Diese wurde mit der Grillzange in einen Kübel verfrachtet und dann so weit wie möglich weggebracht (vermutlich handelte es sich um einen ungefährliche „braune Hausschlange“). Schlangen sind wie Gemüse kein geeignetes Grillgut (Ergänzung zum Blog-Spezial zum Thema Grillen).
Die Campsite liegt direkt am Meer und ist zur Zeit nicht gerade voll belegt, aber gut ausgeleuchtet und eben, ohne zu viele Hindernisse (Sträucher). Dies haben wir uns – auf Initiative unserer Jungs – zunutze gemacht und bei Flutlicht noch einen gemeinsamen Abendkick gemacht. Der Enthusiasmus und die Ausdauer, die beide zum Kicken entdeckt haben sind sehenswert!!! Zur Zeit sitzen wir am Lagerfeuer und genießen das Knistern des Feuers und das Rauschen des Meeres – vermutlich werden wir hier noch einen Tag anhängen.

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