Freitag, 1. Mai 2009

Elefanten und Elefanten

Nach 3 Nächten in Port Alfred sind wir mittlerweile im Addo Elefant Park angekommen. Dieser ist nach dem Krüger NP der 2. größte NP in SA und hat die Big Seven (neben den Big Five gibt es in der Coast Section auch Wale und den Weißen Hai). Wie der Name schon verrät, gibt es hier Elefanten und die fehlen uns noch für die Big Five. Wir haben uns nach dem Frühstück gleich auf eine Game Drive gemacht. Nach wenigen Minuten wurden wir dann fündig, zwar nicht mit Elefanten, aber auch Mitglieder der Big 5. 2 Löwen, eine Männchen und ein Weibchen, lagen unmittelbar neben der Straße im Gebüsch. Weiter ging es dann vorbei an Kudus zu einem Lookout. Kurz davor haben wir einen weiteren Löwen entdeckt. Er hat sich gesonnt und herzhaft gegähnt bevor er wieder im Gebüsch verschwunden ist. Auf dem Weg zur Picknick Site wurde noch eine Schildkröte erspäht. Bei einem Braai haben wir uns für den Nachmittag gestärkt. Der Drive verlief anfangs ruhig. Ein Büffel wurde gesichtet. Mittlerweile war es schon gegen 16:00 und noch keine Elefanten in Sicht. Plötzlich waren wieder einmal mehrere Autos am Straßenrand zu sehen, ein sicheres Zeichen, dass es etwas Tolles zu sehen gibt. Es tauchte eine Elefantenfamilie auf, um kurz darauf wieder zu verschwinden. Aufatmen, immerhin sind nun auch die Big Five voll. Auf unserem Weg zurück ins Camp kam es noch besser, es querte eine große Elefantenherde die Straße. Wir konnten die Tiere (in allen Größen) aus nächster Nähe beobachten. Sie haben am Straßenrand genüsslich gefressen und sich durch die Autos überhaupt nicht stören lassen. Dieses Treffen war für uns alle beeindruckend. 3 Löwen, viele Elefanten, Schildkröten, Kudus und Warzenschweine waren schon eine gute Ausbeute für einen Tag.
Am Abend hat Jürgen bei einer Nachtsafari teilgenommen. Mit einem großen Scheinwerfer bewaffnet ist der Guide durch den Park gefahren. Gesucht wurden helle Punkte in der Dunkelheit. Die Augen der Tiere, die das Licht reflektieren , verraten ihren Aufenthaltsort. Die Augen der nachtaktiven Tiere leuchten blau, die der tagaktiven rot. Hyänen, Schakale, Roiicat, Hare normal und in der Springausführung( = SA-Känguru in Hasengröße), Zebras, Kudus, Stachelschwein, und last but not least zwei Löwenmännchen wurden aus nächster Nähe gesichtet. Dazu gab es noch allerhand Geschichterln zu den jeweiligen Viechern. Eva hat sich am nächsten Abend das ganze Spektakel auch gegeben, aber statt Löwen und Roiicat Elendantilopen gesehen. Jedenfalls ist die Wildnis mit dem Sternenhimmel auch bei Nacht ein wirkliches Erlebnis.
Am nächsten Tag ging es zum Pool und für Eva zum Horsebackride und zur Nachtsafari. Einen anderen Teil des Parks auf dem Pferderücken zu erkunden war nach den Eindrücken der letzten Reittour in Hinblick auf ev. Elefantensichtungen sehr verlockend. Es war 100 % anders als das letzte Mal. Die 2 angesagten Mitreiter sind (leider) nicht gekommen, so bin ich mit einem Guide allein, auf einem Pferd, das man auch Pferd und nicht Fortbewegungsmittel nennen konnte, auf einem Sattel, der sich nicht gleich beim Raufsitzen nach Hinternweh angefühlt hat, in den NP geritten. Zuerst durch 2 Tunnels durch (beim 2. musste man aufgrund der geringen Höhe absitzen und das Pferd gesengten Hauptes durchführen) und dann ging es im Höllentempo los. Galloppiert werden hier nicht die langen geraden Feldwege, sondern die unübersichtlichen Stellen im Hasenzickzack, die mit einer ziemlichen Steigung (oder einem Abhang) enden. Das erhöht anscheinend die Spannung, die angesichts der Buschlandschaft, wo hinter jedem Busch ein wildes Tier stehen kann eh schon rel. hoch ist. Gesehen haben wir genug, neben den bereits bekannten Tieren auch viele Skellette (Elefant, Hartebeest, Kudu, Schildkröte, …) oder Teile davon und auch Straußeneier. Höhepunkt war aber sicher die Sichtung einer gewaltigen Elefantenherde. Ca. 20 Tiere, die in der Nähe einer Lodge grasten. Eine unglaubliche Kulisse – die Pferde wurden unruhig und wir mussten weiter, damit uns die Elefanten nicht den Weg abschneiden konnten. Im Stall angekommen wurden die Pferde dann noch mit einem dicken Wasserschlauch abgewaschen, die fast 3 Stunden Ausritt mit Galoppwettrennen hatten den Pferden aber nicht den leisesten Schweißtropfen abringen können.
Bevor wir unser nächstes Ziel, Port Elisabeth (PE) ins Visier nahmen haben wir noch eine ausgiebige Pirschfahrt quer durch den Park unternommen. Die ersten 2 Stunden verliefen ergebnisarm, dann aber im süd-östlichen Bereich des Parkes haben wir ganz tolle Begegnungen mit Elefanten gehabt. Zuerst ist uns einer auf der Straße entgegengekommen. Wir haben angehalten und er ist an uns vorbeispaziert. So nahe, dass wir ihn aus dem Autofenster hätten berühren können. An einem Wasserloch haben wir dann den Elefanten bei ihren Wasserspielen zuschauen können. Voller elefantenmäßiger Eindrücke sind wir dann doch aus dem Park gefahren und haben die Pine Lodge in PE (PE wurde mittlerweile in Nelson Mandela Bay umgetauft- was aber auf den Karten und Straßenschildern noch nicht umgesetzt wurde) angesteuert.
Heute waren ganz viele Fischerboote auf See und Angler am Strand. Zu den Anglern am Strand hat sich Jürgen dazugesellt und hat –oh Wunder- den ersten Fisch gefangen. Das schaut jetzt ganz nach einem weiteren Block Spezial zum Thema Fischen in SA aus.

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