Heute stand ein Kapstadttag auf dem Programm. Den Tafelberg haben wir dann leider ausfallen lassen müssen, da er ganz in Wolken gehüllt keine gute Aussicht versprach. So ging es gleich zur Waterfront. Ein Parkplatz war gleich gefunden und dann haben wir (auf Kilians „Anregung“) uns für das Two Oceans Aquarium entschieden.
Dort gibt es alle mögliche Bewohner des Indischen und des Atlantischen Ozeans zu bewundern. Es gibt gigantisch große Krebse, Hai und sonst noch einiges, dass auch in der Pfanne gute Figur machen würde. Zusätzlich gab es dort noch eine Sonderausstellung über Frösche, die bei den Kindern zu Zeit sehr hoch im Kurs stehen.
Nach einem Spaziergang an der Waterfront haben wir uns dann zum Nelson Mandela Center gegeben, von dem aus das Boot zum Robben Island startet. Ein Speedboot bringt die Besucher auf Robben Island; gleichzeitig hat man dabei noch eine Harbourcruise. Das sich noch im Stadium einen Metallskelettes befindliche WM Stadium war gut zu erkennen. Wirklich tolle Lage, nahe an der Waterfront. Die 30-minütige Überfahrt verging wie im Flug (einem unruhigen, da die Wellen recht hoch waren).
Im Hafen von Robben Island angekommen, wird man in einen Bus verfrachtet und los geht eine Inselrundfahrt. Die Guides sind ehemalige politische Gefangene und wissen so vieles aus erster Hand zu berichten. Vom Bus aus sieht man den Friedhof und die Kapelle (die Insel war früher auch zur Isolation von Leprakranken genutzt worden). Robben Island ist kein Gefängnis mehr sondern dient heute als Touristenattraktion und für Conventions (Kongresse). Die Bungalows der Gefängniswärter dienen heute als Unterkunft für Kongressteilnehmer. Diese Lokation hat den Vorteil, dass uninteressierte Kongressteilnehmer nicht einfach abhauen können. Man sieht den Steinbruch in dem früher fleißig gearbeitet wurde und eine Kanone, die im 2. WK errichtet (und 1947 „rechtzeitig“ fertig) wurde und zur Verteidigung Kapstadts dienen sollte. Ein Sprichwort wonach die Engländer gute Uhren, die Afrikaner hingegen Zeit haben wird so bildlich veranschaulicht.
Abschließender Höhepunkt der Tour ist eine geführter Rundgang durch den Zellenblock im dem alle führenden politischen Gefangenen inhaftiert waren. Man sieht eine Massenzelle und erfährt sehr anschaulich vieles über die damaligen Zustände. Die Einzelzelle von Nelson Mandela (er war 18 seiner 27 Jahre Haft auf Robben Island) ist sehr klein. Besonders interessant ist die Führung für jene, die Mandelas Autobiografie „Der lange Weg zur Freiheit“ gelesen hat. Diese wurde von ihm selbst während seiner Haft verfasst und herausgeschmuggelt. Viele Begebenheiten und Beschreibungen darin beziehen sich auf Robben Island. Danach spaziert man vorbei an Pinguinen zum Schiff, das einen wieder zurück nach Kapstadt bringt. Um 18:30 sind wir dann angekommen und gleich nach Kommetjie gefahren. Unser Abendessen im Fischrestaurant musste aufgrund der fortgeschritten Zeit leider ausfallen. Aber Morgen ist ja auch noch ein Tag.
Freitag, 22. Mai 2009
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