Mittwoch, 15. April 2009

Puffotter und Strohhalm

Heute ging es weiter zum Mountain Zebra NP. Dieser liegt ca. 150 km östlich von Graaff-Reinert. Wie der Name schon sagt hat der NP was mit Zebras zu tun. Genauer gesagt war es das Bergzebra, welches schon fast ausgestorben war und dessen Bestand sich nicht zuletzt durch den NP in den letzten Jahrzehnten wieder erholt hat. Mitten im NP liegt das Camp. Es verfügt über ein außergewöhnlich geniales Pool. Dieses wurde nach einem Braai getestet. Aber nur kurz, denn der Empfehlung eines Parkwächters folgend sollte man die Pirschfahrt entweder früh morgens oder gegen Abend unternehmen. Da wir bekennende Morgentrödler sind kam für uns nur Variante 2 in Frage. Das Gate beim Camp schließt jedoch um 18 Uhr- also kurz nach Mittag. Um ca. 16:30 sind wir es dann angegangen die Tiere vom Auto aus zu suchen. Auf einem guten Schotterstraßennetz kann man kreuz und quer und auf und ab durch den Park fahren und „“Game viewen“ wie das hier so schön heißt. Die Landschaft ist mehr als beeindruckend und nach kurzer Fahrt sind auch schon die ersten Tiere aufgetaucht. Vögel mit langen Schnäbeln und die besagten Zebras wurden gesichtet. Darüberhinaus zahlreiche Springböcke und Blessböcke sowie eine Vielzahl von Büffeln. Höhepunkt war aber die Puffotter die wir aus nächster Nähe beobachten konnten. Sie bewegt sich raupenartig und hat einen eher kurzen gedrungenen Körper. Sie ist extrem giftig und die gefährlichste Schlange in SA. Sie flüchten nämlich nicht vor den Menschen, wie beispielweise Kobras das zu tun pflegen. Sie verlässt sich voll und ganz auf ihr Gift. Kilian war sehr begeistert und wollte gar nicht mehr weg. Angreifen haben wir ihm natürlich nicht erlaubt. Als die Schlange längst weg war wollte er immer noch nicht weiter, sie könnte ja noch einmal kommen. Es ist schon ein komisches Gefühl so ein Tier zu beobachten, dass mit einem Biss die ganze Reise oder sogar das weitere Leben wesentlich beeinflussen könnte. Zufällig haben wir zuvor in einen Magazin einen Bericht über ein Opfer einer Puffotterbisses gelesen. Er war vor einem Jahr in den Finger gebissen worden und hat sich bis heute noch nicht so ganz erholt. Das Gift zerstört das Gewebe und verursacht extreme Schmerzen. Aber schön war sie schon!
Auf unserer Pirschfahrt haben wir dann noch unzählige Tiere gesehen, die sich auf der weiten steppenartigen Ebene allabendlich versammeln. Leider war die Zeit schon sehr fortgeschritten und wir haben dann ein bisserl Gas geben müssen. Um 17:57 haben wir das Gate gerade noch rechtzeitig erreicht.
Jürgen hat mit den Buben noch ein bisserl gekickt. Sie rennen ihm um die Ohren. Zur Zeit brennt das Lagerfeuer und es rinnt der Wein. Doch eher langsam, denn Jürgen trinkt seit 2 Tagen nur mit dem Strohhalm. Er hat sich einen Zahn ausgebissen und ist daher temperaturempfindlich. Einen Vorteil hat die Sache aber schon. Wenn er ein Bier trinkt fühlt es sich an wie 2 oder 3. Prost und Schlürf!!!!!!!!!

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