Der Grenzübertritt nach Botswana verlief problemlos und schon waren wir in Francistown. Besonders auffällig sind hier die zahlreichen Checkpoints, bei denen man aussteigen und über einen Desinfektionsteppich gehen bzw. durch ein Desinfektionsbad fahren muss. Einmal hat es uns geärgert und wir haben unseren Unmut ausgedrückt. Das war natürlich unklug und wir haben uns damit eine Desinfektion im Innenraum eingehandelt. Echt ekelig.
In Francistown haben wir uns mit Pula (der Landeswährung) und Lebensmitteln eingedeckt. Ansprechende Infrastruktur (Shops nach westlichen Standards) gibt es hier nur in den wenigen Großstädten. Sonst haben neben den Afrikanern die Chinesen die Oberhand – ein China Shop nach dem anderen. In einem Örtchen hatte mehr als die Hälfte der wenigen Geschäfte „Dr. Weng“ im Firmennamen. Danach haben wir uns Richtung Nata in Bewegung gesetzt und nach 2 Stunden Fahrt ein Vogelschutzgebiet mit Campsite erreicht. Die Landschaft hier ist Grassavanne, also eben und mit Savannengras in Kristian’s Haarfarbe überzogen. Die Sunset war beeindruckend.
Am nächsten Tag haben wir ein kleines Internetcafe entdeckt. So hatten wir die Gelegenheit unsere Berichte in den Blog zu stellen. Die Verbindung war nicht die schnellste und so hat es für die Fotos leider nicht gereicht. Unserem Navi, das in Botswana anscheinend einwandfrei funktioniert, folgend haben wir eine Piste, die uns nach Kubu Island bringen sollte gewählt. Kubu Island ist eine kleine Insel (Ergebung) inmitten der Salzwüste. Hier gibt es ein paar Baobabs und afrikanische Kastanienbäume und dazu sehr ansprechende Capsites(mind. 10, die voll belegt sind), die von einer Community betrieben werden. Alles ist sehr „natürlich“, Wasser gibt es keines, aber ein Plumpsklo, das der amerikanische Botschafter im Rahmen des Selbsthilfefonds gespendet hat.
Doch der Weg dahin war alles andere als einfach. Die im Navi eingezeichnete Piste war die „alternative route“, dem entsprechend wenig befahren und auf einmal weg. So sind wir im Blindflug dahingedüst und haben versucht uns der Route auf dem Navi nach trial and error Prinzip zu nähern. Die Orientierung ist sehr schwierig da alles gleich aussieht und es verlockend ist – aber nicht ungefährlich, da große von Tieren gegrabene Erdlöcher im Nichts auftauchen - querfeldeinzufahren. Zu passieren ist auch eine der vielen Veterinärkontrollen in Botswana. Die Maul- und Klauensäuche von 1898 ist immer noch nicht vergessen, so wird alles Fleisch von Huftieren und Milchprodukte beim Gatter eingesammelt.
Irgendwie sind wir dann doch wieder auf den richtigen Weg gelangt und haben Kubu Island wirklich erreicht. Gleich haben wir gegrillt und die Kinder haben gespielt. Siehaben Käfer und anderes Getier gesammelt und aus dem Müslikarton eine Spielwiese für die Käfer gebastelt. Kilian hat eine fliegende Wanze gebissen. Das hat er aber gut weggesteckt.
Montag, 8. August 2011
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